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| Autor: | EBlues2000 | ||
| Datum: | 13.09.23 11:26 | ||
| Antwort auf: | Re:was ist das wieder für ein Mist? von Pezking | ||
>>irgendwie bizarr - so ein unerwarteter Ausgang ist nun wieder Argumentationsmaterial für die Fraktion: "ist also alles nur Einstellungssache, wir müssen nichts ändern". Ich verfolge den DFB-Kram nicht, hab nur mitbekommen, dass zB Watzke vor kurzem wieder beschlossene Jugend-Ausbildungspläne kritisiert hat. Evidenzbasierte Verfahren also wieder gegen "mein Bauch weiß das eh besser" bei den mächtigen alten Säcken. >>Ich fürchte, das Spielergebnis sendet jetzt die falschen Signale bei der Trainerwahl und damit Weichenstellung für die Zukunft. > >Es ist ja so, dass bei der Nationalmannschaft bis zur WM 2018 alles komplett im Lot war. Im Vorfeld des Turniers spielte man eine perfekte Qualifikation, und 2017 gewann die deutsche B-Elf quasi im Vorbeigehen den Confed-Cup. Alles deutete auf eine goldene Zukunft hin... > >...bis die A-Elf dann in Russland total versagte. Was eigentlich überhaupt nicht vorhersehbar war. > >Und damit war dann schlagartig das Kapitel Löw auserzählt. War die langsam überalterte Mannschaft zu satt? Zu langsam? Fehlten neue Impulse, die einfach nicht mehr aus Richtung des erweiterten Sommermärchens 2006 kommen konnten, sprich: Nicht mehr aus der Linie Klinsmann, Löw und schließlich Flick? > >Im Grunde ist es doch so: Wir haben einen Haufen hochtalentierter Kicker im Kader. Viel mehr als noch zur Krisenzeit rund um die Jahrtausendwende. Aber seit 2018 verstand es niemand mehr an der Seitenlinie, daraus eine erfolgreich spielende Mannschaft zu formen, die den nötigen Biss an den Tag legt und wenigstens einen Hauch von Glauben an die eigene Stärke an den Tag legt. > >Bis gestern. Ich finde es ja selbst albern, aber irgendwie wurde in Dortmund ein neues Kapitel aufgeschlagen. Nachdem mit dem 1:4 gegen Japan das vorherige erst mit fünf Jahren Verspätung zugeklappt wurde. > >Der nächste Bundestrainer wird auch nicht die zum nächsten ganz großen Wurf notwendigen Innenverteidiger und Mittelstürmer von Weltklasseformat aus dem Hut zaubern können. Aber zum Dauergast zumindest im Viertelfinale von großen Turnieren sollte es eigentlich immer reichen. Und leider wäre das schon viel mehr als das, was uns die Nationalelf in den letzten fünf Jahren geboten hat. > >IMO darf der nächste Coach nur auf gar keinen Fall aus dem Dunstkreis des DFB der letzten Jahre kommen. Schöne Analyse, der ich nur zustimmen kann! Für mich persönlich wäre aktuell Louis van Gaal der Wunschkandidat. Er hat mit dem DFB nichts am Hut und verfügt zudem über eine gute Mischung aus Erfahrung, Sachverstand (gerade auch beim Talentmanagement), Härte und Rücksichtslosigkeit und Sturheit (auch im Umgang mit den Medien), die es jetzt braucht, um in der kurzen verbleibenden Zeit bis zum nächsten Turnier eine schlagkräftige Truppe zu formen. Ich bin auf alle Fälle gespannt, wie es weitergeht. Immerhin gibt der Auftritt gestern Anlass zur Hoffnung, dass Hopfen und Malz doch noch nicht ganz verloren ist :-) |
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