Thema:
Re: Kühner Vorschlag inside flat
Autor: deltax (deaktiviert)
Datum:30.08.23 21:47
Antwort auf:Re: Kühner Vorschlag inside von Atlan

>Und selbstverständlich macht so gut wie kein Unternehmer irgendwas aus Boshaftigkeit oder Gier, das muss ich ja wohl hoffentlich nicht extra betonen. Wenn sie es nicht machen würden, wären sie weg vom Markt und einfach jemand anderes ebenso ausbeutetisch an ihrer Stelle. Die meisten meinen es daher wahrscheinlich sogar gut. Deswegen wäre eine moralische Diskussion, wie du sie mir unterstellst, auch das naivste und am wenigsten zielführende. Sondern es geschieht unfreiwillig aus unausweichlichen Systemzwängen im Kapitalismus. Aber dieses System ist eben auch weder gottgegeben noch Naturgesetz. Und nein, die Alternative muss sicher nicht zwangsläufig nur stalinistischen Mangelwirtschaft heißen. Zwischen der und dem verheerenden den Planeten und die Demokratie zerstörenden neoliberalen Status Quo kann der großartige menschliche Erfindergeist doch sicher noch den einen oder anderen Weg finden, der den unfassbaren Reichtum in der Welt etwas mehr zum Wohle aller verteilt. Konkrete Vorschläge gibt es genug, auch von weltbesten Ökonomen, das muss ich hier jetzt sicher nicht auch noch ausbreiten.
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>Man könnte zu allererst mal aufhören, den ärmsten der Armen angesichts des unerhörten Reichtums in diesem Land nicht mal die Butter auf dem Brot oder einen Inflationsausgleich zu gönnen,


Nein. Wie ich eingangserwähnt habe, kann man ruhig in höhe des Inflations(ca. 6%) erhöhen. Nur, hier wird gleich doppelt so viel erhöht. Und nein mir geht es nicht darum, dass ich den Leuten die Wurst auf dem Brot nicht gönne.

>damit wenigstens nicht alle davon bald gar nicht mehr oder sogar die AfD wählen.

Du machst es dir aber schon sehr einfach. Denkst du, du wirst mit 12%er Erhöhung des Bürgergelds die AFD Wähler umstimmen? Dann bist du ziemlich naiv.


>Und stattdessen schauen, wo sich durch einfache demokratische Gesetzgebung ein Vielfaches des Geldes holen ließe, ohne dass deren Besitzer davon im Alltag überhaupt irgendwas merken würden.
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Ja aber was meinst du wie schnell die sich absetzen werden?
Siehe Schumacher und co. Das Geld schön in Deutschland verdient aber im Ausland versteuert.


>Aber so ist sie eben, die Logik der konservativen Besitzstandswahrer, ihrer politischen Vertretung und Medien:
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>Von den Armen 10 Mrd. nehmen, die das täglich bitter spüren würden: Notwendiger, realistischer Pragmatismus!
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>Stattdessen dieselben 10 Mrd. von den Reichen nehmen, ohne dass sie es überhaupt spüren würden: Sozialistischer Populismus und Neiddebatte!
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Du vermischst hier einfach alles in einen Topf. Ich bin dafür, dass man die Superreichen mehr belangen müsste. Aber wenn man A sagt muss auch B sagen. Es kann doch nicht sein, dass man mit den Hartverdienten Steuern das Bürgergeld so hoch setzt, dass Arbeiten keinen Anreiz mehr hat.


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