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| Autor: | Atlan | ||
| Datum: | 30.08.23 21:20 | ||
| Antwort auf: | Re:Kühner Vorschlag inside von suicuique | ||
Und selbstverständlich macht so gut wie kein Unternehmer irgendwas aus Boshaftigkeit oder Gier, das muss ich ja wohl hoffentlich nicht extra betonen. Wenn sie es nicht machen würden, wären sie weg vom Markt und einfach jemand anderes ebenso ausbeutetisch an ihrer Stelle. Die meisten meinen es daher wahrscheinlich sogar gut. Deswegen wäre eine moralische Diskussion, wie du sie mir unterstellst, auch das naivste und am wenigsten zielführende. Sondern es geschieht unfreiwillig aus unausweichlichen Systemzwängen im Kapitalismus. Aber dieses System ist eben auch weder gottgegeben noch Naturgesetz. Und nein, die Alternative muss sicher nicht zwangsläufig nur stalinistischen Mangelwirtschaft heißen. Zwischen der und dem verheerenden den Planeten und die Demokratie zerstörenden neoliberalen Status Quo kann der großartige menschliche Erfindergeist doch sicher noch den einen oder anderen Weg finden, der den unfassbaren Reichtum in der Welt etwas mehr zum Wohle aller verteilt. Konkrete Vorschläge gibt es genug, auch von weltbesten Ökonomen, das muss ich hier jetzt sicher nicht auch noch ausbreiten. Man könnte zu allererst mal aufhören, den ärmsten der Armen angesichts des unerhörten Reichtums in diesem Land nicht mal die Butter auf dem Brot oder einen Inflationsausgleich zu gönnen, damit wenigstens nicht alle davon bald gar nicht mehr oder sogar die AfD wählen. Und stattdessen schauen, wo sich durch einfache demokratische Gesetzgebung ein Vielfaches des Geldes holen ließe, ohne dass deren Besitzer davon im Alltag überhaupt irgendwas merken würden. Aber so ist sie eben, die Logik der konservativen Besitzstandswahrer, ihrer politischen Vertretung und Medien: Von den Armen 10 Mrd. nehmen, die das täglich bitter spüren würden: Notwendiger, realistischer Pragmatismus! Stattdessen dieselben 10 Mrd. von den Reichen nehmen, ohne dass sie es überhaupt spüren würden: Sozialistischer Populismus und Neiddebatte! Wirklich. Jedes. Mal. Wieder. (Sofern man sich überhaupt auf die veraltete Ideologie einlassen möchte, dass ein Staat auf Steuereinnahmen zur Finanzierung seines Haushalts angewiesen ist wie die schwäbische Hausfrau. Aber das wäre wieder ein anderes Thema.) |
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