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| Autor: | suicuique | ||
| Datum: | 30.08.23 17:18 | ||
| Antwort auf: | Re:Kühner Vorschlag inside von Atlan | ||
>Trotz stetig steigender Gewinne und steigender Produktivität? Weil dieser Aussage immer und immer wieder von etlichen hier im Forum gebetsmühlenartig vorgetragen wird, muss ich mal ein wenig reingrätschen. Auch die Menge aller Arbeitgeber ist keine homogone Einheit. Es gibt diejenigen die mit Übergewinnen protzen und es gibt eine ganze Latte an Mittelständischen-, Klein- und Kleinstbetrieben die aus dem letzten Loch pfeifen. Ich krieg das tagtäglich im Rahmen meiner Arbeit mit wenn GmbHs mir mitteilen dass sie in Insolvenz sind und nicht weiter unsere Dienste benötigen. Das hat merklich zugenommen und wird weiter zunehmen. Wäre schön wenn man nicht vergisst dass nicht jeder AG Amazon-Gleich internationale Steuerschlupflöcher nutzt, Mitarbeiter in Subunternehmen ausbeutet und keine Steeuern zahlt. Das anzuerkennen wäre auch mal ein erster Schritt. Doch das lese ich aus deinen Beiträgen nie heraus wenn Du Arbeitgeber stellvertretend als Parasiten der Gesellschaft darstellst. Es wäre schön wenn man bei all dem Aktionismus auch mal diese simple Differenzierung berücksichtigen würde der Feststellung Rechnung zu tragen dass AG != AG ist. >Wie gesagt, wirf doch mal einen Blick auf die Lohnentwicklung vs. Produktivitätssteigerung der letzten Jahrzehnte. Die Reallöhne stagnieren seit Jahrzehnten, Das ist in dieser Pauschalität schlicht falsch und du kannst mir gerne einen Beleg zitieren dass ich mich irre. >die unteren Löhne sind sogar gesunken - trotz Rekordgewinnen und nie dagewesenem Gesamtvermögen. Die Reichen, also die Inhaber und Aktionäre, wurden zeitlich immer reicher. Indem sie das Geld abschöpfen, dass die Arbeiter und Angestellten erwirtschaftet haben aber nicht in Form von entsprechenden Lohnerhöhungen erhielten. > >Wo ist denn dieses ganze von den Arbeitnehmern erwirtschaftete Geld gelandet? Weder bei ihnen noch bei den Armen. Sondern oben. DA könnte man doch mal ansetzen, wenn man sagt, dass sich Arbeit wieder lohnen muss. Es würde helfen nicht alle Arbeitgeber in einen Topf aus Reichen, Inhabern und Aktionären zu werfen. >Aber klar, wir machen ne Neiddebatte nach unten auf, gönnen den Ärmsten noch weniger, damit der Abstand zu den auf breiter Front viel zu niedrig entlohnten Arbeitnehmern groß genug bleibt, sodass diese nicht merken, dass sie von oben (wohin nämlich ihr Geld fließt) verarscht werden, und alles ist wieder im Lot! Naja es ist nicht so als ob deine Sichtweise was anderes wäre als ein "so einfach ist das!". Nur aus der diametralen Perspektive heraus. Wie wärs wenn man zumiddnest soviel Kompromissbereitschaft zeigen würde sich in der Mitte zu treffen? Und nicht einfache Pauschallösungen zu fordern sondern sachgerecht zu differenzieren? So wie nicht jeder Langszeitarbeitslose ein arbeitsfauler Parasit ist, so ist auch nicht jeder Arbeitgeber ein profitgeiles amoralisches Arschloch. |
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