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| Autor: | Wurzelgnom | ||
| Datum: | 30.08.23 16:12 | ||
| Antwort auf: | Re:Bürgergeld wird um 12 % erhöht von Zinkhal | ||
>Hierzu eine schöne Geschichte von unserem Azubi. Bei uns muss der Azubi drei mal die Woche die Post wegbringen. Der Postkasten steht ca. 150 Meter vor der Firmentür. Gleichzeitig wirft er die Post fürs Finanzamt direkt ein (150 Meter in die andere Richtung). Gestern hatte er sich beschwert, dass das ja viel zu anstrengend sei und das das so nicht weitergehen könnte. Er ist im August angefangen... Da fällt einem nicht mehr viel ein. Er schien seine Aussage auch ernst zu meinen. Und es gab inzwischen auch schon zahlreiche andere Verfehlungen. Einfach mal raushauen, dass man z.B. auf die zugeteilte Aufgabe keinen Bock hat, ist auch eher kontraproduktiv. Wenn der so weiter macht, wird er die Probezeit nicht überstehen. Hoffen wir mal, dass wir ihn jetzt zeitnah auf Spur bringen. > >Es wird auch definitiv immer schlimmer. Das ist für mich auch ein Generationsproblem. Das der morgens den Weg zur Arbeit findet, verbuche ich schon als Erfolg. Viele Eltern erziehen ihre Kinder inzwischen zu unselbständigen Trotteln. Die haben teilweise alles super Noten, sind aber trotzdem für den Arbeitsalltag völlig unbrauchbar. Sowas haben wir auch häufig. Wir haben ja u.a. Honorarkräfte und Zeitarbeitsfirmen. Von Letzterer kam ein junger Typ, machte einen guten Eindruck und sollte bei den Erstregistrierungen eingesetzt werden. Macht grundsätzlich alles gut, aber wenn er im Büro sitzt, erstmal Beine auf den Tisch und sobald man den Spruch hört "heute war aber viel los" kann man einen Hunderter drauf verwetten dass es quasi eine Ankündigung war sich nächsten Tag krankzumelden. Das fängt leider schon sehr früh im Kindesalter an, wenn man sich die Erziehung teilweise ansieht, wundert mich das nicht. Selbst bei späteren Hobbys im Jugendalter fahren die Eltern ihre Kinder von A nach B. Erst recht wenn es regnet. Wenn ich sage nö, das sollen sie selber machen und notfalls einen Regenschirm mitnehmen, dann bin ich der schlechte Vater. Das spricht ja schon Bände. "Lass die Kinder doch schreien", "lass sie doch mit dem Essen rummatschen, den Kartoffelbrei auf den Boden werfen, sind ja Kinder. Eben wollte das Kind Nudeln, Mama macht Nudeln, jetzt hat es keine Lust und will Kartoffeln, Mama macht Kartoffeln... das Ergebnis sieht man heute. Auch staatlich, wenn ich sehe was Erzieher, oder besser gesagt "Aufpasser" alles nicht dürfen, da platzt einem der Kragen. Es gibt kein Mindestalter in dem ich meinem Kind erklären kann bitte nicht so laut im Treppenhaus zu schreien, man wohnt ja nicht alleine. Oder sich im Restaurant einfach mal zu benehmen usw. Traurig dass mein Sohn mit 4 Jahren ein Highlight im Restaurant war weil er Bitte und Danke gesagt hat. so ist es. Und das fördert man leider u.a. wenn man irgendwann ein "Recht" auf HO hat. Der kollegiale Zusammenhalt bleibt auf der Strecke wenn man z.b. überlegt wegen Grund x zuhause zu bleiben, den Kollegen kennt man ja eh nicht, scheiss drauf. HO ist nur ein Tropfen, aber einer der die Situation nicht besser macht. |
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