Thema:
Re:Bürgergeld wird um 12 % erhöht flat
Autor: deltax (deaktiviert)
Datum:30.08.23 15:31
Antwort auf:Re:Bürgergeld wird um 12 % erhöht von Atlan

>1. Das ist Geld, das zu 100% sofort wieder im Supermarkt verkonsumiert wird und somit die Wirtschaft ankurbelt. Win Win. Im Gegensatz zu mehr Geld für Wohlhabende, das größtenteils sonstwo landet aber nicht im realen Wirtschaftskreislauf.
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Ähm das Geld Landet doch wieder bei den ach so verhassten Grosskonzernen. Der Kassierer an der Kasse hat zwar mehr zu schufften aber er kriegt kein 12% Gehaltserhöhung!


>2. Von höheren Sozialleistungen und Mindestlöhnen profitieren wissenschaftlich erwiesen auch die Löhne der anderen Arbeitnehmer, da ihre Verhandlungsposition gegenüber den Arbeitgebern gestärkt wird.
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Nein. Arbeit muss sich lohnen. Das schaffst du nicht in dem du ein hohes Bürgergeld zahlst. Wo soll der Friseur das Geld hernehmen damit er mehr zahlt als das Amt?

>Und genau darum geht es ja letztlich seit Jahrzehnten den Neoliberalen und Konservativen beim ständigen Schimpfen auf vermeintliche Sozialschmarotzer und Drücken von Sozialleistungen:


Du hast meinen Punkt nicht verstanden. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Sozialleistungen, sondern gegen Erhöhungen, die über der Inflation liegen bzw. über dem Durchschnitt der Lohnerhöhungen liegen.

>Nicht, wie öffentlich behauptet, um den vermeintlich faulen Niedriglöhnern das Leben möglichst schwer zu machen. Das ist nur das populistische Rattenfänger-Argument für das mißgünstige Wahlvolk.

Ihr Leben soll nicht unnötig erschwert werden. Dennoch darf man ihnen nicht zu viel Geld geben, sodass sie am Ende des Tages keine Motivation mehr haben, arbeiten zu gehen, weil das Amt sowieso das gleiche Geld zahlt.

>Sondern um mit möglichst geringen Sozialleistungen und Mindestöhnen ständigen Druck auf alle anderen Arbeitnehmer auszuüben (ironischerweise das sie wählende obige Wahlvolk). Damit diese sich mit Forderungen nach mehr Lohn und Arbeitnehmerrechten möglichst zurückhalten. Was seitdem auch geschehen ist...

Der Mindestlohn war eine Gute Sache. Das Problem ist, dass man mittlerweile ohne arbeiten zu gehen ein Geld bekommt der nahe am Mindestlohn ist.
Nochmals: Sozialleistung soll dir kein leben im Saus un braus erlauben sondern es soll dich für eine bestimmt Zeit über Wasser halten. Oder ich sags mal so: Ich habe 4 Jahre wirklich am Existenzminimum gelebt. Nur ein Beispiel: Manchmal musste ich mir ein TK Pizza auf zwei Tage verteilen. Aber das war für mich der Ansporn meinen Arsch hochzubekommen und etwas aus meinem Leben zu machen. Durch hohe Sozialleistungen werden den Bürgern jedoch die falschen Anreize gegeben.

>Ein ständig über allen schwebendes Damoklesschwert aus geringen Sozialleistungen in Kombination mit einer millionen Menschen umfassenden "industriellen Reservearmee von Arbeitslosen" (Thatcher), die alle sofort bereit wären, deinen Job zu übernehmen, wenn du nur aufmuckst. Haben von Reagan über Thatcher und Blair bis Schröder und ihre Berater übrigens alle auch so gesagt, das ist offizielle Strategie, kannst du in O-Tönen nachlesen.
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Die Zeiten, dass wir Arbeitskraft in Hülle und Fülle hatten ist eh schon vorbei. Du vergleichst hier 1980/90 mit 2020. Dass die Arbeitgeber mehr anreize für Personal schaffen müssen ist schon seit mindestens 10 Jahren bekannt.


>Und genau das haben sie in den letzten 30 Jahren traurigerweise überaus erfolgreich geschafft, wenn man sich mal die Lohnentwicklung im Verhältnis zur Produktivitätssteigerung anschaut. Wo sind die ganzen zusätzlich erwirtschafteten Gewinne denn gelandet?
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Ja wo sind denn die ganzen Steuern gelandet? Die Regierungen verprassen das Geld unnötig. In diversen Themen sind wir rückständiger als 3. Welt Länder.

>Ich finde es immer wieder lustig, wenn Leute wie du, die nicht mal die absoluten Grundprinzipe der tonangebenden neoliberalen Druckerzeugungs-Maschinerie durchschauen, glauben, den Durchblick zu haben und erzürnd nach unten treten - ironischerweise langfristig sogar zu ihrem eigenen Nachteil.
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Gut, dass du den Durchblick hast und am besten gleich den Kommunismus hier im Land hättest. Dass es nicht funktioniert hat, hat man doch zur Genüge gesehen, oder? Dass der Kapitalismus auch nur Murks ist, steht außer Frage.


>>Nur zur Info: Mein Gehalt wurde nicht um 12% erhöht.
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>Dann solltest du dich erst recht mit den ärmeren Menschen solidarisieren, anstatt nach unten zu treten und damit indirekt auch deine Verhandlungsposition zu schwächen.


Anstatt hier nach mehr Geld für alle zu rufen, solltest du vielleicht hinterfragen, ob das überhaupt möglich ist. Denn das andere Extrem wäre Hyperinflation, und das möchte niemand (auch ein Kommunist nicht ;) ).


Antworten nicht möglich, siehe Info neben Nickname