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| Autor: | hellbringer (deaktiviert) | ||
| Datum: | 16.08.23 19:20 | ||
| Antwort auf: | Re:Dudenhöfer: So verändert das E-Auto Europa von dixip | ||
>Mit dem Betrieb einer Solaranlage war man Unternehmer, musste also Umsatzsteuer abführen, evlt. auch Einkommenssteuer. Ein völliger Irrwitz und jetzt z.T. runterreguliert. Spannend, das dürfte in Deutschland dann anders als in Österreich sein. Ich kenn jemanden, der sich wie ein Schneekönig freut, dass er bei Strom mit +/- 0 aussteigt, weil er seinen Verbrauch durch eine Photovoltaikanlage deckt. Der zahlt im Grunde nur die Netzgebühren, aber nichts für seinen Stromverbrauch. >Deine Argumentation startete doch damit, dass arme Leute ein Auto kaufen müssen, um zur Arbeit zu kommen und das mit steigenden Preisen kaum noch möglich ist, also eine weitere Spaltung der Gesellschaft stattfindet. Ja, deswegen sollte man auch dafür sorgen, dass weniger Leute ein Auto benötigen. Und nicht ihr Auto subventionieren. >Ich habe aufgezeigt, dass E-Autos - abgesehen vom noch zu hohen Anschaffungspreis - ein Schritt in die von Dir gewünschte Richtung ist. Sie sind ein Schritt seitwärts. Es macht Sinn Autos durch E-Autos zu ersetzen. Es macht aber keinen Sinn Leute zum Autokauf zu motivieren. >Klar sollten Fahrrad und ÖPNV ne hohe Prio haben. Aber das bringt halt nur in den Städten was. Das stimmt nicht. >Und dort leben nur Reiche und Leute, denen der Staat die Wohnung bezahlt. Die reichen Leute wohnen im Speckgürtel um die Stadt herum. Und die fahren alle mit Autos, unter anderem solche, die vom Staat gefördert werden. >Ehrlich arbeitende Menschen, am besten noch mit Kindern, in schlecht bezahlten Jobs werden sich kaum ne ausreichend große Wohnung mitten in der City leisten können, wo sie vom E-Mietscooter in die U-Bahn gleiten und sonst nur mit dem Lastenrad rumfahren. Wohnungen am Land sind nicht um so viel billiger. Dafür zahlt man drauf, weil man für alles ein Auto braucht. Im Endeffekt kommts wohl aufs selbe Geld raus. >Es gibt halt gigantische Landstriche in Deutschland, wo das Auto alternativlos bleiben wird, weil man nicht an jeder Milchkanne nen Bus vier Mal am Tag herfahren lassen kann. Ich schätz mal auch in Deutschland gibt es eine Landflucht, also wird sich das Problem auf lange Sicht eh selber lösen. Leute zu subventionieren, damit sie irgendwo in der Pampa wohnen können, kann ja kein langfristiges Ziel sein. Außerdem, warum sollen 95% der Leute Förderungen für den Autokauf bekommen, nur weil 5% es brauchen um zur nächsten Milchkanne zu fahren? Der Großteil der Menschen lebt eben in Städten oder in der Nähe davon. Müsste man hier nicht unterscheiden? >Ich hatte das hier schon mal geschrieben: Ich wohne in einem 10k Einwohner Ort in der Nähe von Münster mit für den Ort nahezu optimalem ÖPNV. Mind. 30 Min. Takt nach Münster mit dem Bus, zusätzlich ebenfalls im 30Min. Takt ein Regionalzug, alles zu den normalen Arbeitszeiten. >Ich arbeite in einem direkten Nachbarort direkt am Bahnhof. > >Dorthin fährt aber nicht ein einziger Bus direkt, weil anderer Landkreis. Zug und Bus würden mich über MS führen, also 1x umsteigen am Hbf. Ich würde aber ~5 Min. zu spät kommen und müsste 10 Min eher Feierabend machen, um dann "nur" rund 1 Std.10 Min für den Weg zu brauchen, statt ~13 Min mit dem Auto. Würde ich regulär arbeiten, käme noch irgendwo Wartezeit on top. Das ist doch das, was ich kritisiere. Statt dass man für eine Verbesserung des ÖPNV sorgt, stellt man die Leute ruhig, indem man ihr Auto subventioniert. Das kanns ja nicht sein. Und das löst das ursprüngliche Problem nicht. Es bekämpft nur Symptome. |
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