Thema:
Re:Dudenhöfer: So verändert das E-Auto Europa flat
Autor: hellbringer (deaktiviert)
Datum:16.08.23 18:59
Antwort auf:Re:Dudenhöfer: So verändert das E-Auto Europa von dixip

>Bei Auto, Küche, etc. sehe ich das nicht so. Sie kosten halt deutlich mehr, als man normalerweise in 3 Monaten netto verdient, was man also sinnigerweise so als Rücklage haben sollte, wenn das Geld knapper ist. Beim Auto reden wir über echt lange Zeiten, die man erst mal sparen müsste, um es sich direkt leisten zu können. Wie soll das funktionieren?

Früher war das doch vollkommen üblich? Warum soll das nicht funktionieren? Ich habe meine Autos bis jetzt immer nur ohne Kredit gekauft.

Aber schon klar, wenn die Autos immer teurer werden, dann wird das langsam ein Problem. Und genau das kritisiere ich ja auch. Wenn man sich ein Auto nicht mehr ohne Kredit leisten kann, läuft etwas in die falsche Richtung. Vor allem, wenn man aufs Auto angewiesen und es alternativlos ist. Menschen sollten nicht dazu gezwungen werden sich zu verschulden, nur um normal leben zu können.

Ein Eigenheim ist ja eine optionale Entscheidung, die man trifft, und nicht etwas, das unbedingt fürs Leben notwendig ist. Das selbe gilt für eine neue, teure Küche. Es gibt auch brauchbare Küchen im 3.000 bis 4.000 Euro Bereich. Es muss ja keine DAN-Küche im 5-stelligen Bereich sein.

>Ist so. Aber was soll man machen?

Dafür sorgen, dass weniger Leute vom Auto abhängig sind.

>Damit muss er klar kommen, so leid mir die Situation für ihn tut. Umziehen in eine Großstadt wäre eine Variante. Und ähnlich verhält es sich bei den Menschen, die ein Auto brauchen, es aber finanziell nicht stemmen können. Aufhören zu arbeiten und von Sozialhilfe leben, dann braucht man kein Auto mehr. Was wäre Deine Lösung?

Bei der Verkehrsplanung nicht davon ausgehen, dass eh jeder mit dem Auto fahren kann. Weil das kann eben nicht jeder.

>Das Auto liefert Mobilität. Dafür zahlt man. Ein älterer Gebrauchtwagen hat den gröbsten Wertverlust hinter sich, alles weitere ist nur noch Abnutzung.

Ein alter Gebrauchtwagen bringt aber wieder andere Probleme mit sich. Es hat halt alles ein Für und ein Wider.

Wie gesagt, sinnvoller wäre es den Menschen die freie Wahl zu lassen und sie nicht auf ein bestimmtes Transportmittel zu zwingen. Denn ein Auto kostet wesentlich mehr Geld als andere Transportmöglichkeiten, auch wenn es ein altes ist. Mein Auto kostet mich im Jahr nur fürs Rumstehen mehr Geld, als eine Jahreskarte für ganz Österreich. Und da bin ich mit dem Auto noch keinen einzigen Kilometer gefahren.

Autos sind teuer. Und wenn sich das jemand leisten will, soll er bitte. Aber man sollte Menschen nicht dazu zwingen.

>Ein Eigenheim verliert auch an Wert und zwar im Normalfall auch gewaltig. Gerade der Innenausbau + Einrichtung dürfte kaum weniger Verluste liefern als ein Neuwagen.

Ich bezweifle, dass ein Eigenheim innerhalb den ersten 3-5 Jahren 50% an Wert verliert, so wie das bei einem Auto der Fall ist. Außerdem wirkt es eher so, als würden Preise für Eigenheime eher nach oben schießen.

>Es kann sein, dass das Grundstück an Wert gewinnt. Wenn man seine Hütte nicht halbwegs in Schuss hält und regelmäßig größere Renovierungen angeht, wird das Haus eigentlich nach einigen Jahrzehnten nur noch abgerissen.

Also im Dorf meiner Eltern werden 60-70 Jahre alte Häuser für den Zustand, in dem sie sich befinden, für überraschend viel Geld verkauft. Und das liegt bestimmt nicht am Grundstückswert, weil das ist am Arsch von Österreich mit praktisch keiner öffentlichen Anbindung und auch Autobahn ist keine in unmittelbarer Nähe. Rundherum gibts nur andere Dörfer.


Antworten nicht möglich, siehe Info neben Nickname