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Re:Dudenhöfer: So verändert das E-Auto Europa flat
Autor: hellbringer (deaktiviert)
Datum:15.08.23 18:19
Antwort auf:Re:Dudenhöfer: So verändert das E-Auto Europa von dixip

>Die fahren auch nicht steuerfrei herum.

Muss man für den Stromertrag einer Photovoltaikanlage steuern zahlen?

>Die Förderung der E-Autos gerade in den letzten Jahren war sicherlich primär für Leute interessant, die eh schon genug Kohle haben. Es wurden Hybrids gefördert, die natürlich von deutschen Herstellern in groß und breit und schwer gebaut wurden. Die Tesla-Flotte gerade mit dem Tesla-Karussel war auch eher was für den wohlhabendenen Superhecht, der völlig entspannt 40.000 ausgibt, Auto nach 6 Monaten verscherbelt, wieder eins kauft, als wäre es das normalste der Welt.
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>Aber den Effekt hast Du halt bei jeder neuen Technologie. Und im Grundsatz bietet das E-Auto einige Voraussetzungen, um für alle was Gutes zu werden. Arbeitgeber kriegen auch Wallboxen gefördert, man könnte also echt kostenlos auf Arbeit laden (nicht mal Sachleistung afaik).


Sorgt man damit nicht eher dafür, dass Leute mit dem Auto in die Arbeit fahren? Wozu eine Alternative wählen, wenn man mit dem Auto gratis auf der Arbeit laden kann? Ich finde sowas umwelttechisch eher kontraproduktiv. Selbst wenn der Strom 100% grün ist, wird trotzdem entsprechend mehr Autoinfrastruktur und mehr Autos benötigt.

>Wallboxen für zu Hause wurden auch zum größeren Teil vom Staat bezahlt; das war nicht nur für Eigenheim-Besitzer interessant, sondern auch für Wohnungen/priv. Tiefgaragen. Die Dienstwagensteuer für E-Autos ist so niedrig, dass AG das durchaus als Benefit für ihre MA anbieten können, auch in niedrigen Gehaltsklassen. THG-Quote kriegt auch jeder.

Ich lese Autoförderung hier, Autoförderung da. Ist es wirklich das, was man will? Den Autoverkehr fördern?

>Das sind alles so Sachen, die ein E-Auto auch für Menschen mit wenig Kohle interessant machen können, wenn die große Hürde Kaufpreis reduziert wird. Da war auch nach der hohen Förderung immer noch ne klare Hürde. Aber der Gebrauchtmarkt bekommt zunehmend günstige E-Autos.

Ich bin ja an sich auch pro E-Autos, aber ich finde diese ganzen Förderungen setzen einfach ein falsches Signal. Warum nimmt man das Geld stattdessen nicht für den Ausbau des Öffi-Netzes und der Fahrradinfrastruktur her? Und ja, es kann nicht jeder mit Öffi und mit Fahrrad fahren, das ist schon klar. Aber sollte die Priorität nicht eher bei der Förderung von Massentransportmittel liegen, weil man damit mehr Leute erreicht, als bei Geldgeschenken an einzelne Autofahrer?


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