Thema:
Re:Fehlende bzw. schlechte Digitalisierung ist eine Katastr flat
Autor: Zinkhal
Datum:15.08.23 13:12
Antwort auf:Fehlende bzw. schlechte Digitalisierung ist eine Katastr von Evilution-X

>ophe. Man könnte so viel Mist automatsieren oder zumindest vereinfachen. Auch und gerade im Bürgerdialog.
>Warum muss ich zur Geburt von Nachwuchs zum Standesamt (hat dankenswerter Weise das Krankenhaus übernommen) und auch noch zum Bürgerbüro um die Kröte anzumelden? Ey, wir sind verheiratet und wohnen an der gleichen Anschrift, da ist es doch naheliegend, dass Junior auch dort wohnt. Warum müssen nicht nur exotische Szenarien zum Bürgerbüro?
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>Und warum kennt das Jugendamt unser Haushaltseinkommen nicht, was dem Finanzamt ja bekann ist? Wir sind ganz normale Angestellte und keine Vertriebler oder Kleinkünstler. Unser Einkommen für 2023 ist dem Staat schwarz auf weiß bekannt. Und trotzdem müssen wir selbst eine Schätzung für 2023 und 2024 abgeben und vermutlich wird Anfang 2024 auch noch eine Nachprüfung für 2023 angefordert. Auf dieser Basis werden dann die Betreuungskosten angesetzt.


Wir haben in Deutschland halt das Steuergeheimnis. Das Finanzamt hat Tonnen an Daten, die man recht gut für andere Behörden verwenden könnte. Wenn da aber nicht gerade was strafrechtliches vorliegt, darf kein Austausch stattfinden. Das Steuergeheimnis wiegt sogar schwerer als der Datenschutz. Erschwerend hinzukommt, dass z.B. viele Sozialleistungen andere Vorstellungen von Begrifflichkeiten haben, als es beispielsweise im Steuerrecht der Fall ist (Einkünfte, Bezüge etc.). Sprich, die Ermittlung ist oftmals eine völlig andere, als man es eigentlich gewohnt ist. Beim Elterngeld muss man z.B. bei Selbständigen (strenggenommen) taggenau die Einkünfte ermitteln. Blöd ist nur, dass man die Buchführung so nicht führt und oftmals ohne händische und sehr aufwendige Rechnerei nicht zum Ergebnis kommt. Es wäre eine deutliche Erleichterung, wenn die einzelnen Ressorts mal untereinander schauen würden, welche Daten schon vorhanden sind und als Grundlage dienen könnten. Aber nein, stattdessen macht es jedes Gesetz irgendwie anders bzw. erfordert zahlreiche Besonderheit. Hier wäre sicherlich eine deutliche Entschlackung möglich. Und das ganz ohne Digitalisierung.

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>Das sind alles Dinge, die irgendein Hansel im Amt manuell steuern muss anstatt sich um wichtigere Dinge kümmern zu können.


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