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| Autor: | Wurzelgnom | ||
| Datum: | 15.08.23 10:33 | ||
| Antwort auf: | Re:kann ich bestätigen von Zinkhal | ||
>Das Problem hat meine Freundin nicht, da sie in der Ausländerbehörde im Bereich Asyl tätig ist. Da ist jeder froh, wenn er überhaupt mal einen Termin bekommt. Als der Ukraine-Krieg anfing, waren die kurz vor der Handlungsunfähigkeit. Aufgrund ihrer Erfahrungsberichte sehe ich das vielleicht auch etwas pessimistischer als der Rest. Ich denke, es kommt halt auch stark auf den Bereich an, wo du einen Termin brauchst. In Hamburg oder vergleichbaren Großstädten wird sicherlich niemand leichtfertig einen Termin bei der KFZ-Zulassungsstelle verstreichen lassen. verstreichen nicht, man nutzt zuviele Optionen. Erst wird im Bürgeramt um die Ecke ein nächst möglicher Termin gemacht, dann wird in anderen Ämtern in anderen Bezirken geschaut ob dort evtl. frühere Termine möglich sind, evtl. gleich 2 Termine machen falls man an einem keine Zeit hat.... schon schwirren von einer Person 3 oder mehr Termine durch die Behörden und nur einer wird dann letztendlich genutzt. Das war sogar mal organisiert möglich. Da trägt man sich für 10+ Termine ein und verkauft diese dann. Mittlerweile sind die aber Personen gebunden, ob überall weiß ich nicht. Ganz früher mit Wartemarken sind dann russische Tanten mit Telefon ins Wartezimmer, haben sich 10 Marken gezogen und dann rumtelefoniert... >Aber grundsätzlich stimme ich dir zu, dass sie die Mentalität in Sachen Termintreue massiv nachgelassen hat. Sei es bei Behörden, Ärzten oder Restaurants. Ich finde es daher auch grds. begrüßenswert, wenn Ärzte und Restaurants inzwischen eine Strafgebühr erheben. absolut, ist leider eine begrüßenswerte Methode. >>Und mit der Digitalisierung habe ich auch selbst erlebt. >>Kleine Vorschläge/Verbesserungen dauern Monate, da sich erst jeder Verantwortliche die Änderungen ansehen muss, z.b. die Schwerbehindertenvertretungen, ob die veränderte Oberfläche eines Programms noch bedienbar ist, oder ob die Farben auch für Farbenblinde erkennbar sind, Kontraste usw. >>Das geht nun mal nicht anders. > >Wir sind ja inzwischen auch dabei, die Digitalisierung auf die nächste Stufe zu bringen. Das ist echt ein Ritt. Zig Anbieter und alle sind die Besten. Was braucht man, was ist wirtschaftlich etc. Ich tue mich da auch schon schwer und wir haben immerhin eine flache Hierarchie bzw. kann ich das größtenteils alleine entscheiden. Umso unverständlicher ist halt, dass gefühlt jede Behörde bis auf kommunaler Ebene zum Teil an eigenen Lösungen bastelt. Dass kann alles nicht wirklich funktionieren., wenn es so viele Entscheider gibt. Ja hier auch. Viele Tabellen die im Haus genutzt werden wurden von irgendeinem Mitarbeiter der zufällig Excel kann, erstellt. Ist der irgendwann mal weg, weiß dann Niemand wie das geht :) Aber ohne das negativ zu meinen: Inklusion wird ja hier groß geschrieben. Jeder, wirklich Jeder soll ja mit einbezogen werden. Da ist es völlig normal dass selbst bei einfachen Dingen wie Dienstprogrammen auch alle Optionen abgeklappert werden damit auch Jeder damit klarkommt. Da ist es logisch dass die Wege von der Idee bis zur Umsetzung eben lange dauern. Das gilt für viele Bereiche. |
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