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| Autor: | Zinkhal | ||
| Datum: | 19.07.23 11:18 | ||
| Antwort auf: | Sp+ spricht mir aus der Seele: der Riesenakku-Irrweg von thestraightedge | ||
>[https://www.spiegel.de/auto/elektroautos-reichweite-immer-groesser-der-1000-kilometer-wahn-a-e5f2bd01-7728-491b-aa76-ed0aee904075?giftToken=f6026bc9-9d50-4bf4-913c-e3868ddad4c5] > >Ich habe inzwischen den Eindruck, dass kaum ein E-Autofahrer, der mal mit Schnelllade-Infrastruktur und Co. Erfahrungen gesammelt hat, auf Reichweiten >500 km versessen ist, und das Thema Reichweitenangst einzig von Verbrenner-Fahrern kommt, die zudem in 90% der Fälle ein Fahrprofil haben, welches solche Reichweiten keinesfalls verlangt. Das Problem ist doch eher, dass nur ca. 30 % der Privathaushalte einen Neuwagen kaufen bzw. kaufen können. Der Gebrauchtwagenmarkt im E-Bereich ist noch relativ überschaubar und wenn was zu moderaten Preisen verfügbar ist, sind es halt ältere Modelle mit (oftmals) geringerer Reichweite und erhöhtem Restwertrisiko. Viele fahren doch weiterhin Benziner/Diesel, weil es die in großer Stückzahl zu "bezahlbaren" Preisen gibt. Ich bin zig Jahre Autos bis max. TEUR 5 gefahren, weil einfach nicht mehr drin war. Mit den wirtschaftlichen Eckdaten von früher wäre E-Mobilität für mich nicht realisierbar und wirtschaftlich auch nicht sinnig gewesen. Das heißt nicht, dass es eine nicht unwesentliche Anzahl an Menschen mit Vorbehalten gibt, die auch wirtschaftlich dazu in der Lage wären, den Wechsel zu vollziehen. Ich denke, dass viele auch lieber sagen, dass sie E-Mobilität ablehnen, als in der Diskussion zugegeben zu müssen, dass sie sich diese gar nicht leisten können. Diese ganze Diskussion wird erst dann wirklich interessant, wenn kostentechnisch (im Bereich TEUR 5 - 10) kein Unterschiede zwischen konventionellen und elektrischen Antrieben mehr vorhanden sind bzw. die Gesamtbilanz sogar zu Gunsten der E-Autos kippt. Bisher erachte ich E-Mobilität als ein Privileg der Besserverdienen. Ähnlich wie ein Eigenheim. |
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