Thema:
Jein bzw. stimme ich nur größtenteils zu. flat
Autor: Nitschi
Datum:19.07.23 09:47
Antwort auf:Sp+ spricht mir aus der Seele: der Riesenakku-Irrweg von thestraightedge

>[https://www.spiegel.de/auto/elektroautos-reichweite-immer-groesser-der-1000-kilometer-wahn-a-e5f2bd01-7728-491b-aa76-ed0aee904075?giftToken=f6026bc9-9d50-4bf4-913c-e3868ddad4c5]
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>Ich habe inzwischen den Eindruck, dass kaum ein E-Autofahrer, der mal mit Schnelllade-Infrastruktur und Co. Erfahrungen gesammelt hat, auf Reichweiten >500 km versessen ist, und das Thema Reichweitenangst einzig von Verbrenner-Fahrern kommt, die zudem in 90% der Fälle ein Fahrprofil haben, welches solche Reichweiten keinesfalls verlangt.


Hier stimme ich dir im Grunde zu, sehe das genauso. Allerdings (wie du aber ja selber ohnehin weißt, ich erzähle dir da nichts neues): E-Autos, die bei (nicht absurd hohem, aber doch "normalem") Autobahntempo UND dann eventuell noch im Winter echte 300-350km schaffen, gibt es erst seit relativ kurzer Zeit und auch erst recht wenige.

Ich erachte für mich eben diese knapp 300-350km ECHTE Reichweite (wenn ich auf der Autobahn Tempo 140-145 mit Tempomat fahre) als die Schwelle, die das E-Auto für mich auch auf der Langstrecke angenehm fahrbar und tauglich macht, und dafür sind halt WLTP/Herstellerangaben von mindestens 500-550km Reichweite notwendig.

Wenn hier in Zukunft nochmal 15-20% Extrareichweite möglich sind (durch bessere Effizienz oder höhere Energiedichte bei den Batterien ohne Gewichtszuwachs), dann wäre das perfekt, darüberhinaus erachte ich das dann ebenfalls als unnötig und für 99,9% der Autofahrer völlig überflüssig.

Das Zitat aus dem Artikel trifft es ganz gut:
"»Mit 400 bis 500 echten Kilometern – also nicht nur in irgendwelchen Verbrauchszyklen, sondern wirklich erfahrbar auf der Straße – ist das Thema Reichweite vollumfänglich abgedeckt«, sagt auch Capgemini-Experte Fintl. »Mehr brauchen auch Vielfahrer nicht.«

Ich sehe bei mir selber die "Grenze" eben wie gesagt sogar eher schon bei 350km.


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