Thema:
Re:Allgemeine Hochschulreife 1975: 14,7%: 2021: 39,1% flat
Autor: DJS
Datum:14.06.23 16:50
Antwort auf:Re:Allgemeine Hochschulreife 1975: 14,7%: 2021: 39,1% von Mampf

>>Ich bin zwar kein Lehrer, aber meine Frau ist im Schuldienst auf einem Gymnasium im ländlichen Raum:
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>>Ihre Beobachtung ist, dass die durchschnittlichen Leistungen im letzten Jahrzehnt sukzessive schlechter geworden sind. Dies betrifft alle Schulfächer. Hinzu kommen extreme Defizite bei Themen wie Durchhaltevermögen, soziales Handeln und Aufmerksamkeitspanne.
>>Auf der anderen Seite steht der explizite Wunsch der Politik, dass möglichst allen Menschen eine Hochschulzugangsberechtigung zuteil wird. So entsteht die derzeitige Noteninflation, die gute Schüler zu sehr guten Schülern macht und schlechte zu mittelmäßigen. Als Lehrer darf man schlechte Noten nur mit Begründung erteilen, was zu einem erheblichen Mehraufwand und Rechtfertigungsdruck führt, dem jede Lehrkraft aus dem Weg geht. Vielmehr werden bei schlechtem Klassendurchschnitt Aufgaben aus der Wertung genommen oder so bepunktet, dass der Durschnitt wieder auf akzeptablem Niveau liegt. Dies ist nur die Spitze des Eisberges.
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>Ein Dimensional bewertungssysteme sind aber auch kacke. Meine partnerin ist auch Lehrerin. Es ist einfach traurig und dumm. In der Lehre wissen es alle besser. Aber am Ende rewsultiert es, trotz komplexer Bewertungsverfshren in ejne dumme note.


> Das ganze System Schule ist von oben bis unten korrumpiert durch paradoxe Anforderungen und erwartungshaltung.
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>Einerseits wird das. Niveau bemängelt, dann müssen Schüler alle möglichen Methoden (es kommen ja immer neue dazu) können. Dann geht es um Kompetenzen, aber eigentlich ja auch um Inhalte. Auf der anderen Seite hast du Schüler, die aus immer mehr verwahrlosten sozialen Verhältnisse kommen.
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>Immer höhere Migranten Anteile versus einer teil Politik die immer noch verneint, ein Einwanderungsland zu sein und entsprechend Gelder für erforderliche Maßnahmen verwehrt.
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>Und dann alte weiße Männer die schimpfen, das früher alles besser war, als der fleißige Abiturient noch Faust auswendig aufsagen konnten.


Die alten weißen Männer kritisieren zum größten Teil dasselbe, was du hier kritisierst. Das hat dir deine Partnerin, die dich ja sonst komplett über das Schulgeschehen aufgeklärt hat, vermutlich vergessen zu sagen.

Weg von nicht zielführenden Methoden, weg von Kompetenzerwartungen, dafür mehr Fokussierung auf Inhalte gerne auch im Frontalunterricht, der sich über Jahrhunderte bewehrt hat. Keine absurden Verschlimmbesserungen wie z.B. das Schreiben nach Gehör.

>Auf der anderen Seite hast du Schüler, die aus immer mehr verwahrlosten sozialen Verhältnisse kommen.

Und wie genau soll eine Schule das verhindern?

>Immer höhere Migranten Anteile versus einer teil Politik die immer noch verneint, ein Einwanderungsland zu sein und entsprechend Gelder für erforderliche Maßnahmen verwehrt.

Die Migrantenkinder werden bereits sehr gut unterstützt.

Und es würde mich wirklich interessieren wie das perfekte mampfische Bewertungssystem aussehen würde.


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