Thema:
Re:Hui: richtig tolle Wohnung gefunden; Pfui: Durchlaufe flat
Autor: Orrpus
Datum:18.03.23 15:54
Antwort auf:Re:Hui: richtig tolle Wohnung gefunden; Pfui: Durchlauferhi von deltax

>>>>>>>>tzer.
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>>>>>>>>150m² Altbau, super-zentral. Endlich wieder eine Straßenbahn in der Nähe, Erstbezug nach Sanierung, Fußbodenheizung und genügend Zimmer, um auch mit einem zweiten Kind noch Homeoffice machen zu können.
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>>>>>>>>ABER: keinerlei Rollos und Warmwasser wird komplett über Durchlauferhitzer gemacht.
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>>>>>>>>Meine letzte Wohnung hatte Durchlauferhitzer und eine alte Küche und ich habe dort alleine viel mehr für Strom bezahlt, als jetzt mit meiner Frau zusammen in der aktuellen Wohnung, in der Warmwasser über Gas kommt. Deshalb habe ich Angst, dass uns dort die Energiekosten die Haare vom Kopf fressen werden :/
>>>>>>>>Die Warmmiete ist mit Gas und Garage schon nicht ohne...
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>>>>>>>Deswegen sage ich immer: lieber ein Haus kaufen und das Geld in die Finanzierung stecken als Horrend hohe Mieten zu zahlen. Man ist mit einer Mietswohnung flexibel aber die Miete die man zahlt ist einfach weg. Das mit dem Durchlauferhitzer kann ich nur beipflichten. Im Winter wird das Wasser nicht heiß genug.
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>>>>>>Für ein EFH zahlst Du bei den derzeitigen Finanzierungskosten ca. den dreifachen Betrag an die Bank, den Du an den Vermieter bezahlen musst. Die Mietrendite bei EFHs ist etwa 2%. Das zahlst Du allein an Tilgung bei der Bank, plus 4% Zinsen. Wenn Du nicht exorbitant viel EK hast, ist ein selbstgenutztes EFH im derzeitigen Umfeld die schnellste Möglichkeit, sich zu ruinieren.
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>>>>>Blödsinn. So Pauschal kannst du das gar nicht beurteilen. unser EFH den wir vor kurzem gekauft haben, kostet uns, alles in allem, im Monat ca. 2000 Euro. also inkl. Zinsen + Tilgung + Nebenkosten(EK hatten wir nur 15%). Ein Gleichwertiges Haus würde uns ca. 1800 Euro Warm kosten. Eine "normale" Wohnung kostet schon ca. 1300 Euro.
>>>>>Aus meiner Sicht kann es nur Probleme geben wenn man im Vorfeld nicht alles durchrechnet und ins Blaue hinein einfach zu teuer kauft.
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>>>>Alleine deine Beispielrechnung zeigt doch, dass du hier Äpfel mit Birnen vergleichst.
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>>>Nein wieso? Der Threadersteller wird 1300 Euro Kaltmiete zahlen. Das wären also mit Nebenkosten ca. 1500 Euro. Wir zahlen 500 Euro mehr im Monat und das ganze Haus gehört uns.
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>>Bei einem Darlehen über TEUR 500, einem Sollzins von 4 %, 3 % Tilgungssatz und einer Zinsbindung von 15 Jahren ergäbe sich eine Annuität von knapp TEUR 3 im Monat  und eine Restschuld von TEUR 192.
>>
>
>Komplett falsche Werte.


Das sind ungefähr die Werte, die mir von den Banken genannt werden, wenn ich 500.000 Euro aufnehmen möchte. Wo kommt man aktuell an bessere Konditionen?
An Zinsen hätte ich in den 15 Jahren fast so viel gezahlt wie an Miete, nur dass ich auf einmal pro Monat statt 1500 Euro knapp 3000 Euro gezahlt hätte und mein Leben dann doch einschränken müsste.

>>Gleiche Parameter, jedoch mit 1 % Tilgungssatz gerechnet ergäbe sich eine Annuität von TEUR 2 im Monat und eine Restschuld von knapp TEUR 398.
>>
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>Da du vorher schon falsche Werte genutzt hast, passt deine Rechnung nicht.
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>>Das ist lediglich eine Liquiditätsberechnung. Keine wirtschaftliche Betrachtung.  Das ist doch genau der Gedankenfehler, den so viele machen. Deswegen auch mein vorheriges Beispiel unten. Nach deiner Logik wäre Option 2 erstrebenswert, da deutlich näher an der ortsüblichen Miete.
>>
>>>
>>>>Wie lange läuft eure Finanzierung?
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>>>Wir haben erstmal 15 Jahre Zinsbindung. Danach sind noch ca. 200k offen.
>>
>>Nächste Variable ist die Anschlussfinanzierung. Eventuell zu 6 % Zinsen? Wer weiß das schon. Die Zinsen müssen ebenfalls schon jetzt einberechnet werden, damit du eine seriöse Aussage zur Wirtschaftlichkeit treffen kannst. Natürlich kann man Stand jetzt nur schätzen. Ich habe für den Worst-Case mit 8 % gerechnet. Meine Zinsbindung läuft ebenfalls in 15 Jahren aus.
>>
>
>Du kannst rechnen wie du willst. Das Geld was man für die Miete zahlt ist einfach weg.


Ebenso wie das Geld für die Zinsen. ;-)

>Wohingegen das Geld für die Finanzierung erstmal zu einem Teil für die Tilgung geht, was einer Ansparung entspricht.
>


Wenn ich den Teil für die Tilgung anlege, habe ich gleichfalls Geld angespart.
Ich glaube, du hattest halt zum richtigen Zeitpunkt das Darlehen aufgenommen. Jetzt sind die Zinsen eben deutlich höher.

>>>>Ist Darlehen am Ende der Laufzeit getilgt,
>>>
>>>Nein aber wir können das Haus nach 10 Jahren mit Gewinn verkaufen und müssen weder Vorfälligkeitszinsen noch Spekulationssteuer zahlen.


Mal schauen was die zukünftige Gesetzgebung so bringt. Die SPD wollte ja die Zehnjahresfrist bei der sogenannten Spekulationsteuer aufheben, so dass Gewinne immer zu versteuern wären. Ob damit auch die Befreiung für ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzte Immobilien gekippt worden wäre, gab das Wahlprogramm nicht her.

>>
>Du vergisst eins: Miete wird auch immer Teurer. Wenn du ein Kredit mit 15 Jahre Zinsbindung hast, dann ist das erstmal fest. Der Vemieter kann alle 3 Jahre deine Miete um 20% (bzw. 15% in einigen Städten) steigern. Vergiss das mal nicht ;)


Das könnte der Vermieter nur, wenn er deutlich unter der ortsüblichen Vergleichsmiete vermietet hätte. Das hat man vielleicht bei Wohnungen, die aus der Sozialbindung fallen; die allerwenigsten Vermieter:innen (können) die Miete alle drei Jahre bis zur Kappungsgrenze erhöhen.

>Und ich bleibe dabei, ein Hauskauf kann sich lohnen.
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>>>
>>>>Und ich lege mein Hand dafür ins Feuer, dass die Immobilienkäufe der letzten Jahre im Regelfall eine Amortisationsdauer haben, die jenseits von Gut und Böse ist.
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>>>Ja, wenn man zu teuer eingekauft hat. Bei uns hat sich die Investition schon ab Tag 1 gelohnt. Dadas Objekt schon 30 % an Wert gewonnen hat. Wir haben ca. 20% für die Sanierung reingesteckt.
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>>Also bist du jetzt ungefähr bei null. 10 % Anschaffungsnebenkosten, 20 % Sanierung und 30 % Wertzuwachs?
>>
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>Ja aber mein Geld ist nicht weg. Wohingegen das Geld für die Miete einfach weg ist.
>Ausserdem vergisst du eins: ich habe ein fast neues Haus da stehen. Wenn ich zur Miete wohne muss ich viele Nachteile in Kauf nehmen wie: eventuell nervige bNachbarn,


Die kann man als Eigentümer auch haben.

>unter umständen ein Abzocker Vermieter,

Wie soll das gehen, bei der aktuellen Gesetzeslage und Rechtsprechung? Wenn die Anfangsmiete einem zu hoch ist, sollte man sich überlegen, ob man dort mietet (falls das Objekt nicht in einer Gegend mit Mietpreisbremse steht); erhöhen kann der Vermieter die Miete nur im gesetzlich zulässigen Rahmen.

>In der Wohnung kann ich keine Grundlegenden Änderungen vornehmen,

Das ist richtig. Höchstens bei Maßnahmen, die dem Einbruchsschutz oder Menschen mit Behinderungen dienen.

>eventuell kein Haustier haben usw. usf..

Kleintierhaltung kann nicht verboten werden und bei Hunden und Katzen muss die Vermieterseite oftmals zustimmen.

Dafür zahlt man nichts für größere Reparaturen. In den letzten vier Jahren habe ich hier in der gemieteten Wohnung drei Fenster, die Toilette, ein Küchenrondell sowie drei Fensterscheiben austauschen sowie das Holz auf der Loggia erneuern und streichen lassen. Auf Kosten des Vermieters.
Demnächst werden Heizung und Dach erneuert, auch ohne meine Kostenbeteiligung.


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