Thema:
Re:Verbot von Öl und Gasheizungen ab 2024 flat
Autor: hellbringer (deaktiviert)
Datum:28.02.23 22:36
Antwort auf:Re:Verbot von Öl und Gasheizungen ab 2024 von Telemesse

>Ich diskutiere das hier ständig mit  Ingenieurbüros für Gebäudetechnik, Energieberatern, IHK Sachverständigen und den regional größten Installateurbetrieben. Die sind für alles offen und haben keinen Anreiz dir eine >Damit ist aber immer noch nicht beantwortet wer das alles bezahlen soll. Wenn Oppa Erwin für seine neue Heizung in der Doppelhaushälfte 50k anstatt 10k bezahlen soll/muss dürfte es ihm ziemlich egal sein wo welche Arbeitsplätze entstehen weil das seine finanzielle Situation nicht verändert.

Tjo, da sollte man vielleicht vernünftige Konzepte ausarbeiten. Zum Beispiel wie: [https://wien.orf.at/stories/3191654/]

>Wir reden hier nicht mehr vom Anteil der Erneuerbaren an der bisherigen Stromerzeugung sondern wir bewegen uns ja hin zum Anteil am gesamten Primärenergiebedarf weil ja die Sektoren Wärme und Verkehr auch vollständig elektrifiziert werden sollen. Der Anteil von Wind und Solar liegt hier aktuell bei etwa 13%. D.h. weit über 80% der Primärenergie kommen aus fossilen Brennstoffen. D.h. wir reden hier von mindestens Faktor 7 der aktuell bestehenden Kapazität.

Dann wäre es vielleicht besser schon vorgestern damit anzufangen und nicht die Arme übereinander verschränken und sagen das ist hoffnungslos...

>Dazu kommt ja noch die Problematik der Votalität der Erneuerbaren was eben ein Backup durch konventionelle Kraftwerke oder (technisch aktuell nicht realisierbare) Speicherlösungen erfordert.

Ja, aber wenn man die nur als Backup braucht, senkt das trotzdem gravierend den Verbrauch von fossiler Energie. Dass man kurzfristig 100% durch erneuerbare Energie ersetzen wird ist unrealistisch. Aber jedes % mehr bringt einen strategischen Vorteil für die Zukunft. Auch hier gilt: Perfect is the Enemy of Good. Es muss nicht perfekt sein, es muss nur besser sein als vorher.

>Alles in allem ein absolut enormer Kostenaufwand für (nicht vorhandenes) Personal, Material, Installation, Betrieb, Wartung und Erneuerung der notwendigen Infrastruktur und Anlagentechnik.

Immer ist jeder Arbeitsplatz heilig, egal wie sinnlos und teuer er ist, es darf ja niemand entlassen werden. Geht es aber darum neue Arbeitsplätze zu schaffen, dann kommt plötzlich die Kritik, wo denn die Arbeitskräfte herkommen sollen... Vielleicht sollte man sich mal entscheiden, was man will.

Wenn man etwas erreichen will, muss man etwas tun und verändern, und nicht darauf warten, dass irgendwann die Lösung vom Himmel fällt.


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