Thema:
Re:Explosiv: Gaspreisverhandlungen mit Stadtwerken flat
Autor: Pezking
Datum:07.07.22 15:45
Antwort auf:Re:Explosiv: Gaspreisverhandlungen mit Stadtwerken von Droog

>>Nächste Woche habe ich einen Termin für die Aushandlung der zukünftigen Gaspreise.
>>Ich verhandel da nicht für mich privat sondern stellvertretend für 3 größere Wohnungsverwaltungsunternehmen ein Kontingent von ca. 25 Mio Kwh (ca. 4.000 Haushalte).
>>
>>Bisher hatten wir einen Preis (Wirkarbeitspreis Erdgas) von 1,962 Cent/kwh. Dieser gilt noch bis 31.12.22. Das neue,  uns heute vorgelegte Angebot liegt bei 12,75 Cent/kwh. Also mal gut das 6-fache.
>>
>>Das ist sozialer Sprengstoff der feinsten Dynamit Klasse. Ich geh jetzt einfach mal davon aus das viele Anwohner/Mieter die Preise schlicht nicht werden bezahlen können.
>>Das könnte dann zur Folge haben, das wir größere Ausfälle bei den Heizkostenvorrauszahlungen haben werden und eventuell/wahrscheinlich die Versoger/Stadtwerke nicht mehr bezahlen könnten.
>>Wir als Hausverwalter wären dann verpflichtet Inkassoverfahren (Mietshäusern) bis hin zu Beantragung von Zwangsversteigerung (Bei WEGs und länger andauernden Zahlungsausfällen) zu betreiben.
>
>Diese Endkonsequenzen kann der Staat schlicht nicht zu lassen. Das muss dann zwangsläufig zu sozialen Unruhen führen. Wenn nicht, ist mein Glaube an die deutsche Gesellschaft endgültig besiegelt.....


Der Regierung ist diese Problematik doch auch bewusst:

[https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/gasengpass-wirtschaftsministerium-101.html]

Das ist ein großes Problem und wird vorläufig auch eines bleiben, aber man hat natürlich Ideen vor Augen, wie man das alles ein Stück weit abfedern und die Last gerechter verteilen kann.

Einen Gaspreisdeckel soll es dabei wohl nicht geben:

[https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/habeck-gaspreisdeckel-101.html]

Was mir Mut macht:

"Habeck ist mit den bisherigen Energieeinsparungen in Deutschland zufrieden. Insgesamt funktioniere es und zwar besser als erwartet, sagte der Grünen-Politiker. Im ersten Halbjahr 2022 sei gegenüber dem Vorjahr 14 Prozent weniger Energie verbraucht worden. Auch wenn man wegen des warmen Winters ein wenig von dieser Zahl abziehe, sei der Verbrauch um knapp zehn Prozent niedriger gewesen."

So große Einsparungen hätte ich in diesem kurzen Zeitraum nicht für möglich gehalten.

Letztendlich wird man aus dieser Krise auch wichtige Lehren für die Klimapolitik ziehen können.


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