Thema:
Re:Warum keine Impfempfehlung? flat
Autor: Pezking
Datum:12.12.23 11:37
Antwort auf:Warum keine Impfempfehlung? von token

>Die Auffrischung wird ja für Risikogruppen und Ü60 empfohlen.
>Ansonsten Grundimmunisierung mit 3 Impfungen.
>
>Dass nicht explizit empfohlen wird, heißt ja nicht dass implizit abgeraten wird sich abseits der Risikogruppen aufzufrischen. Meine persönliche Stichprobe mit einem Arztbesuch ergibt aber genau dieses Bild.
>
>Wie immer zu der Jahreszeit wird mir schon proaktiv die Grippeimpfung nahegelegt und empfohlen, und ich nur so, ja, war eh geplant, und Doppelschuss bitte.
>Da hieß es aber nur, du hast schon drei drin, wird nicht empfohlen, brauchst du nicht.
>
>Ich vertraue meiner Ärztin und mach da einfach was sie sagt, hab mit den Schultern gezuckt und gemeint, dann halt nicht, hab es aber versäumt nachzuhaken was das Motiv ist einem durch die Blume trotz Bereitschaft und Nachfrage abzuraten.
>
>Gibt es dazu medizinische Hintergründe? Ist sowas eventuell ein Seiteneffekt von bestehenden Kostenregelungen zwischen KK und Ärzten? Bringt es einfach abseits von Risikogruppen zu wenig die Immunisierung aufzufrischen da eine Infektion im Fall der Fälle eh zu Stande kommt? Warum es nicht unbedingt sinnvoll ist sich als gesunder Erwachsener abseits von Risikogruppen quartalsweise Spritzen reinzujagen leuchtet ja ein, aber mit über einem Jahr Abstand zur letzten Auffrischung hat mich der Arztbesuch retrospektiv etwas irritiert, zumal meine Ärztin grundsätzlich viel proaktive Werbung für Impfungen macht und da immer nachfragt und motiviert.


Ich tippe mal, dass Deine Ärztin einfach grundsätzlich keinen Bock auf Impfungen ohne Impfempfehlung hat:

"Die wesentliche Bedeutung der öffentlichen Empfehlung von Schutzimpfungen durch die einzelnen Bundesländer liegt in der rechtlichen Absicherung des impfenden Arztes und der Versorgung des Geimpften im Falle des Auftretens eines Gesundheitsschadens als Folge einer Impfung (Impfschaden), wie es durch die §§ 60 ff. des IfSG geregelt ist."

[https://de.wikipedia.org/wiki/Öffentliche_Impfempfehlung#Rechtliche_Bedeutung]

Ich habe mir im Oktober meine sechste Impfung reinpfeifen lassen. Seit meiner fünften Impfung im Herbst 2022 werde ich dabei nach Gründen gefragt (diffus "berufliche Gründe" reichen da schon, und zudem ist meine Frau noch Risikopatientin), und ich muss dann einen Wisch unterschreiben, dass ich die Impfung trotz fehlender Impfempfehlung wünsche. Mir wurde dabei nie suggeriert, dass es in irgendeiner Form für mich eine dumme Idee sein könnte, mir jährlich eine Corona-Auffrischung zu gönnen. Wir sind auch seit Urzeiten privat mit der Ärztin befreundet; die würde da zweifellos Klartext mit mir reden.

Ich wurde nur noch gefragt, ob ich bei vorherigen Impfungen nennenswerte Reaktionen hatte - hatte ich aber nie. Und die letzte Impfung oder Infektion sollte zwölf Monate her sein. War es bei mir. Also ab dafür!


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