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| Autor: | Phil Gates | ||
| Datum: | 05.06.23 19:13 | ||
| Antwort auf: | Re:Wie verhalten wir uns bei einer nächsten Pandemie? von Mangamaniac2171 | ||
>Kern-Faustregel: Wenn man nichts sieht und es einem nicht persönlich oder den 20km Umkreis betrifft, vor allem visuell, je höher die Ambivalenz und Aversion. > >Schwarze Beulen, Blut spucken und zehn Beerdigungen pro Woche im Dorf könnten den Gehorsam zu Schutzmassnahmen steigern. Eben. Deshalb enden Ebola-Ausbrüche oder eben SARS-1 relativ schnell, weil niemand auf die Idee käme, sich auf weniger als 500m an einen Infizierten ranzuwagen. Oder ist HIV in den großen Industriestaaten mit hohem Bildungs- und Aufklärungsniveau nie zu der alles niedermähenden Pandemie geworden, die meisten Leute benutzen außerhalb fester Partnerschaften Gummis. Es ist halt so: Die Chancen stehen gut, dass eine Covid-Infektion glimpflich abläuft. Unbehandelt verlaufen Ebola und HIV nahezu immer tödlich. Unterm Strich sind trotzdem allein in Deutschland an Covid mehr Menschen in 3 Jahren gestorben als in 45 Jahren HIV oder Ebola. Aber das blendet man ja aus. Der Uropa hat doch auch täglich drei Schachteln Ernte 23 gequarzt und ist 102 Jahre alt geworden. Ähnliche Logik. Gilt übrigens auch für Masern-Impfgegner. "Ach, ich hab auch Masern gehabt, hatten wir alle in der Schule." Ja, nur können die, die es nicht überlebt haben, jetzt halt nicht mehr rumpupen. Ach so: Richtig übel wird es übrigens, wenn die Tuberkulose sich wieder richtig festbeißt und unsere Antibiotika nicht mehr wirken. |
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