Thema:
Re:Immunsystem nach Covid-19 geschwächt flat
Autor: Mampf
Datum:14.01.23 21:42
Antwort auf:Re:Immunsystem nach Covid-19 geschwächt von Cedebo

>>>>Der Begriff ist ja dennoch nicht durch Medien erfunden,
>>>
>>>Sondern?
>>
>>Laut dem auch von lukulus verlinkten Artikel tauchte der Begriff in  folgendem fachartikel das erste mal auf
>>
>>[https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33991720/]
>
>Guck an, hatte ich tatsächlich anders in Erinnerung. Danke.
>
>>Das ist auch was mich dann oft an der Wortwahl bei (oft von dir) verlinkten twittertimelines schockiert, dass die antithese zu populistischen ausschlachtungen der Thematik nicht Kinder populistisch klingt und sich dann irgendwie auf einzelne Schlagwörter versteift und überhaupt nicht nach Prinzipien der Wissenschaft funktioniert, dennoch Wissenschaftlichkeit für sich beansprucht.
>
>Da hat irgendwo die Autokorrektur zugeschlagen (nicht Kinder?) und ich kann es mir leider gerade nicht zusammenreimen, wie Du das gemeint hattest.


Ach, es sollte "minder" heißen ^^
>
>>Ich gehe nicht von aus, dass du selber so tickst oder die links wegen den Kommentaren in der jeweiligen time-line teilst, sondern wegen den eigentlichen ursprungspost wo es um eine knappe These einer Studie geht oder so,
>
>So ist es.
>Bitter ist bei dem Begriff "Immunschuld", was bei den Leuten hängen bleibt. Ich hab gerade letzte Woche mit einer Nachbarin gesprochen, die jetzt keine Maske mehr trägt, "weil Masken das Immunsystem schwächen". Die allerwenigsten Menschen in Deutschland sind wirklich nicht gut informiert, was Corona angeht und ich kann es ihnen nicht mal verübeln.


Naja, nicht jeder ist halt im medizinischen bewandert. Und klar, wenn da jetzt Wellen geschlagen werden dass jetzt irgendwer irgendwas schuld ist, ist natürlich bescheuert. Aber es ist wichtig , dass man in aller Ruhe und Gelassenheit reflektiert und untersucht (soweit es überhaupt möglich ist) wie sich Maßnahmen insgesamt ausgewirkt haben. Man darf dabei aber auch nicht vergessen, was ohne Maßnahmen ergreifen passiert wäre.

Aber zum Thema masken, wo ich noch große fragezeichen über dem Kopf habe und mich die Debatte da gerade völlig verwirrt, weil es offensichtlich nur noch um Superlativen geht :

Ich war vor pandemie Beginn durchaus davon überzeugt , auch bzw  aufgrund von Beratung und Gesprächen mit medizinern, dass es durchaus ungesund ist, ein an sich fitters immunsystem abzuschotten, da eben leichte virenbelastungen helfen, das immunsystem up to date zu halten. Nebenbei hält dafür sorgen, dass das immunsystem eben die richtigen Bedingungen hat zu arbeiten, sprich Nährwerte und körper Pflege. Das man aber jetzt nicht jedem erkältet die Zunge in den Hals stecken sollte war mir auch klar. Von daher irritiert mich die Debatte zur Zeit in mehreren hinsichten. Also sowohl der Unsinn, man müsse immer wieder mal erkranken, um ein Gottes immunsystem zu haben, aber auch die Position, ein ausgewogenes aussetzen von keimen sei in keinster Weise hilfreich ein immunsystem fit zu halten. Und was ich besonders irritierend finde ist, dass sich dann an Begriffen wie "immunsystem trainieren" aufgehangen wird. Egal von welchem Lager aus. Das solche Metaphern nur eingeschränkt dienen sollt eja klar sein, und sicher, Irrglaube muss aufgeklärt werden. Aber jetzt jeden Facharzt, der auf dieses bild zurückgegriffen hat als dummen Querdenker abzu tun halte ich auch für ein wenig hysterisch.

Und eben diese polarisierte Spannung in der öffentlichen Debatte beunruhigt mich, und baut verdammt viel Vertrauen in die Allgemeinheit ab, und das sicher nicht nur mir.


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