| Thema: |
|
||
| Autor: | token | ||
| Datum: | 20.12.22 15:54 | ||
| Antwort auf: | Re:Absoluter Mayhem in China von Pezking | ||
>>Was wir da an Meldungen auf der Business-Schiene bekommen ist komplett verheerend. 60-80% Ausfälle in den Firmen, komplette Verunsicherung, keine Medizin, niemand traut sich mehr raus. Wow, wie kann mans nur so verkacken, wo man doch alle Instrumente der Autorität für sich beansprucht. > >Warum sollten autoritäre Staaten ausgerechnet diese Krise besser meistern können als andere? > >Auch hier ist es halt Mist, wenn Du eine Regierung hast, die aus purem Egoismus und Angst vor ihrer Bevölkerung verzweifelt an ihren Stühlen klebt und alle politischen Entscheidungen daran ausrichtet. > >Wie bei allen anderen Themen auch kommt dabei - außer für die herrschende Elite natürlich - für alle nur Scheiße raus. Autoritäre Systeme können unglaublich effizient sein. Das steht und fällt dann aber natürlich mit der Autorität dieser Systeme. Da gibt es immer Vor- und Nachteile. Grundsätzlich halte ich ein autoritäres System im Kontext von Krisen für sinnig, und das sehen die Designer von Demokratien wohl ähnlich, denn da werden ja durchaus temporär Gestaltungsräume der Herrschenden erhöht und daran hängende Entscheidungsprozesse verkürzt. Oder grundsätzlich delegierte Gewalten temporär zentralisiert. Haben wir alles so gemacht. Und dafür das zu tun gibt es gute Gründe. Dafür lassen sich autoritäre Systeme auch einfacher korrumpieren oder einfacher Aushebeln da sie zentrale Angriffspunkte haben. Und das Problem ist, im Grunde ist es fast nur eine Frage der Zeit bis solche Systeme korrumpieren, das passiert einfach weil es passieren muss, wenn vereinzelte Gewalten viel zu viel Macht haben. Da wiederum brauchen wir uns aber auch nicht auf die Schulter zu klopfen, wenn wir kucken wir darin versagt haben Konzernverklumpungen zu verhindern, wo das herrschende Volk sukzessive zu einer romantischen Illusion degeneriert. Vieles was bei uns im Rahmen der Krise gelaufen ist halte ich auch für schlichtes Glück. Das Virus hätte auch andere Mutationspfade einschlagen können, die Abnahme der Virulenz ist kein Naturgesetz, aber durch diese Abnahme hat unser demokratisches Chaos letzten Endes zu einem guten Ergebnis geführt, während China auf das falsche Pferd gesetzt hat, und dann aus diversen Gründen in einen wenig konstruktiven Starrsinn verfiel, statt auf die neuen Rahmenbedingungen zu reagieren. Das war aber auf der einen Seite keine Managementleistung des Westens sondern "Glück" und "Zufall" und auf der anderen Seite schlicht und ergreifend Idiotie aus falschem Stolz. Jedenfalls gibt es so einige Punkte die man auf die Frage "Warum solche Staaten solche Krisen besser meistern könnten, anführen könnte. Ich persönlich würde natürlich nicht in einem solchen Staat leben wollen, sehr wohl arbeite ich gerne unter "autoritären Herrschern" weil da halt gearbeitet wird und Ergebnisse generiert werden. Sofern die Führung auch weiß was sie tut und was auf dem Kasten hat, schlägt das sich einen totlabernden demokratischen Hühnerstall um Längen, der keinen Konsens findet und wo dann 3 Workstreams trotzig in 4 verschiedene Richtungen laufen weil es jeder besser weiß während eine Partei vor sich hin demonstriert dass sie gar nix macht weil alles gut ist und früher eh alles besser war. Und auf beiden Seiten kannst du klassischen Missständen mit Strukturen und Kompetenzen begegnen. Nur musst du dafür auf der einen Seite "nur" einen Idioten tauschen, während du auf der anderen Seite eine fragmentierte Idiotie in den Griff kriegen musst ;) |
|||
| < antworten > | |||