Thema:
Re:Wie gehts weiter? flat
Autor: Mampf
Datum:04.07.22 13:29
Antwort auf:Re:Wie gehts weiter? von token

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>>>Wie ist Eure Erwartungshaltung?
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>>Normalzustand. Menschen werden gelegentlich krank, Ältere sterben auch mal daran - aber diesmal bitte ohne endlose Medienhysterie, Lockdowns und Querdenkerdemos.
>>Es wird hoffentlich wieder so, wie es vor Corona war.
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>>[https://de.wikipedia.org/wiki/Grippesaison_2017/2018]
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>>"Allein in der zehnten Kalenderwoche 2018 starben in Deutschland (alle Todesursachen) insgesamt 26.777 Menschen, das sind etwa 6000 mehr als in dieser Kalenderwoche im mehrjährigen Mittel zu erwarten sind, und etwa 1000 mehr als während des Höhepunkts der COVID-19-Pandemie in Deutschland Ende 2020 (25.545 Todesfälle in der 52. Kalenderwoche 2020)."
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>>Ich kann mich nicht erinnern, daß das damals großartig in den Medien thematisiert worden wäre.
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>>Ach ja, brauchbare Impfungen, die irgendwann mal zuverlässig schützen und lange wirken, wären schon ein netter Bonus obendrauf.
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>Das obige funktioniert insofern als dass die Grippe weitestgehend ein saisonales Phänomen ist, ich vermute mal dass da auch reinspielt dass die Grundimmunisierung bei der Bevölkerung halt schon gegeben ist. Bei Corona findet sie immer noch statt, es fehlt aber auch nicht mehr viel. Die aktuelle Infektionsparty soll meinem Vernehmen nach ja immer noch eine große Jungfrauenlücke schließen, da scheinen wir aber auf einem guten Weg wenn man auf die Inzidenzen schaut.
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>Dann dürfte es darum gehen einen saisonalen Impfschutz anbieten zu können, auch da muss man ja noch hin. Bei angepassten Grippeimpfstoffen haben wir kurze Zulassungsverfahren, bei der Coronaimpfung wird ja aktuell noch diskutiert ob man beim Austausch von paar Proteinen noch am Menschen testen muss, obwohl Experten da keine Notwendigkeit mehr sehen. Heißt auch, da kann in Sachen Entwicklung, Zulassung und Produktion mit Sicherheit noch einiges an Potenzialen gehoben werden.
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>Der Sommer ist vogelwild aber aushaltbar und hohe Inzidenzen sind in der aktuellen Lage nicht ausschließlich negativ sondern haben auch was Gutes. Herbst/Winter wird vermute ich noch ein wenig wilder werden, weil imo kollektive Ausfallzeiten durch Erkrankung unterschätzt werden. Was durch Krankheitsausfälle an Dynamiken losgetreten wird, wurde ja bislang noch gar nicht gestresst, da genau das durch die bisherigen anderen Maßnahmen mit abgeschirmt wurde.



Hier ist ja die Frage, wieviel durch Quarantäne und freitesten  ein selbst gemachtes Problem ist. In anbetracht der wissenslage sicherlich (noch) eine sinnvolles Instrument. Aber auf lange sich sollte dieses Vorgehen auf den Prüfstand. Ich z.b. War jetzt 10 Tage in Quarantäne, aber eigentlich nur 2 Tage nicht arbeitsfähig. Ironischerweise war mein test auch erst positiv als ich nach einer gefühlt mittleren Erkältung wieder arbeiten wollte.
Klar, ich habe damit die Ansteckung meiner Kollegen verhindert, und gerade meine Chefin, die jetzt einer Hüftop unterzogen wird hätte sich herzlichst bei mir bedankt, hätte ich sie mutwillig angesteckt. Kann mir aber vorstellen, dass wenn die Verhältnisse wie genau jetzt bleiben, ich nach einer kürzeren isolationsphase mit einer ffp3 Maske wieder arbeiten gehen kann (sobald ich Mich halt besser fühle).



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>Wie schlimm oder nicht schlimm das wird, wird man dann sehen. Für nächstes Jahr würd ich dann aber schon drauf hoffen dass eine Grundimmunsisierung der Gesellschaft da ist, und wo man das außerhalb einer Infektionssaison als normale Krankheit laufen lassen kann, und zur Saison einen angepassten Infektionsschutz beim Arzt abholen lassen kann.
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>Schaun mer mal, was bleibt auch anderes übrig.


Jo, leider ist das so. Denn auch bei allem Idealismus, weltweit lässt sich das Spiel der letzten 2 Jahre (wie sinnvoll das auch sein gewesen mag) nicht spielen ohne dabei in einer Katastrophe zu Enden


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