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| Autor: | Spyro2000 | ||
| Datum: | 14.11.21 13:54 | ||
| Antwort auf: | Re:Wann ist Boostern für nicht-Senioren sinnvoll? von Matt | ||
>Ich finde es schwierig, aus der Position eines Laien heraus zu behaupten, dass eine Kommission, welche ausnahmslos aus Experten besteht, sei „seltsam zögerlich“. >Auch dass diese sich in unangemessener Weise auf das Einzelrisiko fokussiere, ist vollkommen abstrus. Du hast Recht, ich bin Laie. Aber auch ich habe in den letzten Monaten eben mitbekommen, dass die StiKo praktisch immer mit vielen Wochen Verögerung letztlich der Empfehlung von größeren Institutionen aus dem Ausland gefolgt ist. Das war bei der zu späten Empfehlung für Jugendliche so und wiederholt sich gerade bei Kindern. Auch die Booster-Empfehlung für alle wurde erst viel zu spät ausgesprochen obwohl offenbar BNT schon seit Sommer darauf hingewiesen hat. Davor gab es noch reichlich Chaos und Astra für Über- und dann wieder Unter-60-jährige. Jetzt halt die Empfehlung, mal eben mindestens (!) 6 Monate zu warten obwohl dann vom Schutz offenbar nicht mehr viel übrig ist. [https://i.imgur.com/Opxzqc2.jpg] (URL freundlich geklaut von Telemesse, stammt wohl von Spiegel Online und die wiederum von Peter Nordström University of Umea - Unit of Geriatric Medicine [https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3949410], noch kein Peer-Review) Und bis dahin läuft man dann halt zwei Monate oder länger als Virenschleuder rum. Und warum? Nur weil die Regierung WIEDER die Organisation verpennt und verkackt hat? Falls die StiKo da ganz andere Zahlen hat, wüsste ich die sehr gerne, wäre vielleicht unglaublich beruhigend... Und wärst du bereit Geld dafür zu wetten, dass die StiKo ihre Booster-Empfehlung für unter 70-jährige sowieso bald auf 5 und gleich 4 Monate reduziert? Wahrscheinlich weil bis dahin mal wieder eine "bessere Datenlage" besteht (offenbar ist der Anspruch bei der StiKo viiiiel höher als im schlampigen Rest der Welt) und die höchste Prio scheinbar darin besteht um Gottes Willen nicht zu viel zu impfen? Scheißegal wie sich das Virus dabei draußen fröhlich weiterverarbeitet (so wie zuletzt unter Jugendlichen, weil es die StiKo über viele Wochen und trotz vorliegender Zahlen und Impfstoff im Überfluss nicht fertig gebracht hat, die selbe Empfehlung auszusprechen wie andere Länder)? Nein sorry, ich bin auch nicht der einzige, der die StiKo kritisiert, das Vertrauen ist da einfach angeschlagen, tut mir leid. >...auch gute Gründe Menschen wie dich, welche vor drei Monaten geimpft wurden, davon abzuhalten alle drei Monate, nach Gefühl quasi, zu boostern und dann im Endeffekt die Impfung jemandem wegnehmen... Danke für diesen Vorwurf, aber das war nicht meine Frage. Mich interessiert eigentlich nur, was Sache ist und wie sich die Immunantwort nach Astra/BNT gegen entwickelt. Ich habe absolut kein Interesse an einer wiederholten Impfstoff-Schlammschlacht, vielen Dank. Aber auch ich habe Familie und Freunde und werde alles dafür tun, das Risiko zu reduzieren. Ich werde brav einen Termin machen oder zu einem Impfzentrum gehen und keinem im Sterben liegenden Renter die Impfampulle aus dem Arm reißen. >Das Immunsystem besteht nicht nur aus dem messbaren Antikörpern und stellt nicht an Tag 181 den Kampf gegen Covid ein. Ob du als gesunder Mensch in drei Monaten den Booster erhältst oder erst nach 9, dürfte kaum einen Unterschied machen. Genau mit diesem "dürfte" habe ich halt ein Problem. Spekulieren kann ich selbst, danke. ;) >Einfach mal die Erfahrung mit den Impfstoffen abwarten, sprich die Studien. Exakt danach frage ich doch gerade? >Momentan stochert man da im Nebel herum, es ist aber anzunehmen, dass der Booster nach 12 Monaten, wie bei den meisten anderen Impfungen, der richtige Zeitpunkt sein dürfte um einen Langzeitschutz aufzubauen. Ah, wer hat gerade darauf geschimpft, dass ich "aus der Position eines Laien heraus" auch nur wage, nach anderen Quellen als der StiKo zu fragen und "nach Bauchgefühl" impfen will, kommt jetzt aber auf einmal mit dem doppelten der StiKo-Empfehlung um die Ecke...? ;) >Ich hätte es besser gefunden, sich darauf zu einigen, dass man ab 60 oder bei Indikation ab Monat 6 boostern darf und ansonsten der Inpfstoff für Erstimpfungen in Ländern zur Verfügung gestellt wird, wo dieser nicht ausreichend vorhanden ist um die erste Impfserie abzuschließen. Ich hätte es für besser gefunden, wenn man belastbare Zahlen zur Immunentwicklung hat statt ständig neue Meinungen und Vermutungen über den Zaun zu werfen oder eine globale Impfgerechtigkeit (?) zur Grundlage einer medizinschen Frage zu machen, no offense. Trotzdem vielen Dank. |
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