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| Autor: | Pezking | ||
| Datum: | 26.07.21 15:22 | ||
| Antwort auf: | 1/2 OT: Helge Schneider von Cerberus | ||
Ein Künstler, der sich dabei ertappt, dass er in einem bestimmten Szenario mit einer bestimmten Veranstaltungsorganisation nicht funktioniert, kann das auch so sagen und Konsequenzen ziehen. Helge Schneider hat sicher ausgesorgt und ist in der Lage und ggf. auch willens, das Publikum zu entschädigen. Und dann darf er auch ruhig so wählerisch mit seinen Auftrittsorten sein wie er will. Ist sicher nicht professionell, aber andererseits auch typisch Helge. Mit Querdenkerei hat das rein gar nichts zu tun, das passt nicht mal mit dem Hinweis "1/2 OT" hier rein. Und seine Begründung kann ich sehr gut verstehen: „Querdenker und Co können ihre Instrumentalisierung stecken lassen“, hieß es auf Twitter, „Helge Schneider hat gestern das Konzert abgebrochen, weil die Organisation der Gastronomie vor Ort so war, dass er ständig durch das Gastropersonal, welches an die Plätze serviert hat, abgelenkt wurde.“ [https://www.tagesspiegel.de/kultur/helge-schneider-bricht-genervt-konzert-ab-corona-frust-bei-den-alten-maennern-des-pop/27452600.html] Genau das ist auch für mich der Grund, warum ich solche coronakonformen Strandkorb- und Picknickkonzerte nicht besuchen will. Obwohl auch ich gerne mal wieder Helge oder Olli Schulz live sehen würde. Weil sonnenklar ist, dass dort eine gewisse Volksfestatmosphäre herrscht, bei der ständig gefuttert und miteinander geredet wird und der Künstler auf der Bühne immer wieder zur Nebensache verkommt. Das würde mich als Zuschauer fuchsteufelswild machen, und deshalb bleibe ich da direkt fern. Und wenn sich meine Befürchtungen in der Praxis dann tatsächlich so bestätigen, kann ich auch jeden Künstler verstehen, dem das komplett gegen den Strich geht. |
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