Thema:
Re:Gestern Biontech und wieder nix flat
Autor: Phil Gates
Datum:24.06.21 11:46
Antwort auf:Re:Gestern Biontech und wieder nix von SidVicious

>>Das weiß doch derzeit kein Mensch. Das wird auch von dem Individuum abhängen. Es gibt auch Leute, die im Frühjahr 2020 eine natürliche Infektion durchgemacht haben und immer noch einen AK-Titer am Anschlag haben.
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>Zudem ist der Antikörpertiter kein alleiniges Merkmal für längerfristige Immunität oder Immunkompetenz. Da geht’s dann eher um Memory B-Zellen, T-Zellen usw.
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>Aktuelle Veröffentlichungen tendieren ja auch gut in die Richtung, dass wohl jahrelang anhaltender Schutz gut im Bereich des Möglichen liegt, siehe Link in „Positive Meldungen“-Thread.
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>Ich würde wegen des Boosters jetzt erstmal nicht in Panik verfallen.


Exakt. Ich kann mir vorstellen, dass bei älteren Menschen, deren Immunantwort auf die Impfung sowieso nicht so gut ist und die darüber hinaus ein erhöhtes Risiko haben, trotz Impfung mit der Delta-Variante oder anderen Mutationen nicht so gut zurecht zu kommen, eine jährliche Auffrischung mit einer Anpassung wie bei Grippe empfohlen wird. Unsereins mit Ende 30, Anfang 40 wird mit der jetzigen Grundimmunisierung vermutlich die nächsten Jahre gut klarkommen. Man muss sich einfach auch einmal vergegenwärtigen: die stinknormalen Erkältungsviren, die wir alle seit unserer frühesten Kindheit mitgemacht haben, würden jemanden, der auf einem anderen Kontinent lebt, wo diese Viren nicht saisonal ubiquitär rumgehen, sehr krank machen oder gar töten. Siehe die südamerikanische indigene Bevölkerung, die an den von den Spaniern eingeschleppten Erkältungsviren reihenweise gestorben sind, die für uns Europäer völlig ungefährlich sind. Auch ein alter Mensch, der eine deftige Erkältung bekommt, kann daraufhin eine opportunistische Lungenentzündung entwickeln und versterben. Dass wir Impfungen haben, und in dieser Geschwindigkeit, ist eine großartige Errungenschaft. Die Impfungen haben hunderttausenden das Leben gerettet. Aber Corona hätte niemals die Weltbevölkerung dahingerafft, das hat die spanische Grippe, die Pest, Pocken, Diphtherie, Tuberkulose usw. auch nicht geschafft. Es ist ein signifikanter Teil der Weltbevölkerung daran gestorben, und wir haben heute Möglichkeiten, das weitgehend zu verhindern. Aber auch auf natürlichem Wege wäre Sars Cov2 irgendwann zu einer harmlosen Erkältung geworden. Nicht, weil das Virus weniger gefährlich geworden wäre oder nicht mehr mutieren würde, sondern weil die Überlebenden eine Grundimmunität gehabt hätten und der Körper ziemlich schnell erkannt hätte, dass ihn da gerade wieder was befallen hat, was so ähnlich aussieht wie etwas was schon einmal da war. Das heißt, statt 2-3 Wochen Bett mit hohem Fieber und schlimmstenfalls Atemnot und Krankenhaus oder gar Exitus bleiben zwei, drei Tage Husten, Gliederschmerzen und ein bißchen Fieber. Ab diesem Zeitpunkt ist das Mistvieh endemisch, aber harmlos. So funktioniert die Evolution, so funktioniert der Organismus.


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