Antwort auf den Beitrag "Re:Gegenmeinung: Nicht wirklich guter Film." posten:
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>Tja. Bei mir hat der Film überhaupt nicht gezündet, obwohl ich ihm positiv gespannt und wohlgesonnen begegnet bin. > >Die Story ist völlig fragmentiert (was sie wohl auch sein soll; fand‘s aber trotzdem unrund) und irgendwo zwischen albern und überspannt, die Hauptfiguren traurig (weiblich) bis rundheraus unsympathisch (männlich). Dass manche Teile des Drehbuchs (bspw. die Figur von Bradley Cooper) es [i:so] in den Film geschafft haben, ist IMO haarsträubend. (So einen Schrott von [i:so] einem Stab eigentlich fähiger Menschen habe ich zuletzt bei [i:The Counselor] ertragen müssen, als Cameron Díaz auf der Windschutzscheibe von Javier Bardem saß.) > >Ich mag Andersons Filme eigentlich, selbst sperrige Sachen wie [i:Inherent Vice]. Entweder war ich nicht in Stimmung für [i:Licorice Pizza] oder die vielen Lorbeeren entspringen mehrheitlich einem Affiliationsbedürfnis der Betrachter (mein Tipp: beides trifft zu). Und, ja, das beschissene Frauenbild der 1970er hat es nicht verdient, nochmal [i:so] ins Rampenlicht gerückt zu werden - und dass dabei auch noch die rosarote Nostalgie-Brille aufgesetzt wird, ist einfach nur ätzend. (Was hat sich der Regisseur bei der männlichen Hauptfigur und deren Entwicklung im Film nur gedacht?) > >Schon klar: Anderson bekommt mittlerweile beliebig Star Power auch für Nebenrollen in seine Filme und kann im Vorbeigehen eine ganze Familie (Haim) mit seiner Vision einer „Story“ okkupieren. Dass sich dabei offenbar niemand mehr traut, ihm bei bestimmten Ideen oder Entscheidungen zu widersprechen, mündet dann in so einem Handlungs-Potpourri, bei dem es jede noch so absurde Idee ins Endprodukt geschafft hat. :/ > >Ja, Kritikerlob allerorten - ist mir nicht entgangen (deswegen habe ich mich ja auf den Film gefreut und wollte ihn unbedingt anschauen). Aber MMW: Die Filmgeschichte wird das Werk irgendwann als das ‚belanglose Versatzstück mit verirrter Botschaft’ bewerten, das es ist, und ihn zu Andersons schwächsten Werken zählen. Und das vollkommen zurecht.
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