Thema:
Re:Folge 6 wieder ein Schritt zurück vong Unterhaltung her flat
Autor: harukathor
Datum:19.10.24 09:45
Antwort auf:Folge 6 wieder ein Schritt zurück vong Unterhaltung her von Rocco

>Für die nächste 7 vs Wild-Staffel sollte man allgemein dafür sorgen, dass die Teilnehmer für jede zusammengeschnittene Folge genug zu tun haben und nicht nur gelangweilt abchillen (siehe Hugo, Uwe) oder immer das gleiche machen (Holz holen, Joe geil finden).

Die haben momentan genug zu tun, müssen sich aber ihre Energie einteilen (Energie sparen ist eine der vielen Grundregeln im Survival, das wir hier anstelle des sonst in 7vsWild eher üblichen Bushcraft zwingend sehen müssen). Solange das eigene Lager noch nicht ausreicht, versucht man sich bei echtem Survival vor allem darum zu kümmern, dass man es so gut wie möglich ausbaut – zumal wohl selbst Schneefall droht. Ein Lager für ein oder zwei Personen ist dabei wesentlich schneller erledigt als für sechs.

Die üblichen Prioritäten bei Survival sind halt 1) Wasser und 2) eine schützende Unterkunft zu finden (bzw. zu bauen), und dann erst nach Nahrung Ausschau zu halten. Die wird dann entweder gesammelt oder möglichst passiv gefangen, da eine aktive Jagd oft die Kalorien aufzehrt, die man anschließend durch das Fleisch bekommen kann. Wenn die Unterkunft gegen alle Eventualitäten abgedichtet ist und sich die Optionen durch die Koffer hoffentlich noch etwas erhöhen, dürfte interessanterweise etwas mehr passieren, da die Teilnehmer dann tatsächlich irgendwann die Zeit haben, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Julia, Uwe und Joey schätze ich da als die Teilnehmer ein, die noch etwas aktiver werden.

Joe selbst hat mittlerweile 2 der ersten 20 Grundregeln des Survival gebrochen und eine davon ganz bewusst. Man sollte eigentlich Bewegungen bei Dunkelheit vermeiden, da sich das Verletzungsrisiko erhöht und man ins Jagdrevier gefährlicher Raubtiere kommen kann. Letztere findet man allerdings nicht auf Neuseeland, zudem war der Koffer eine extrem wichtige Ressource. Als in der Wildnis wohl mit Abstand am besten erfahrener Teilnehmer ist Joe aber deshalb auch selbst gegangen und hat den vermutlich fittesten mitgenommen. Bei "Kommunikation ist der Schlüssel" hat Joe glaube ich in der Gruppe gar nicht so schlecht abgeschnitten, aber gegenüber Stefan versagt, weil er garantiert zuvor schon nichts von ihm hielt und die allererste Aktion von Stefan ihn sofort in seinen Vorurteilen bestätigte. Man geht nicht direkt scouten – schon gar nicht, wenn man ein Flugzeug mit Dach hat. Das kommt nach Wasser und Lager sogar erst nach Feuer.

Stefan hat sich im Gegenzug die Liste der Grundregeln wohl angeschaut – und dann beschlossen, dass Regeln für ihn nicht gelten. Das scheint generell bei ihm der Fall zu sein: Selbst seine Behauptungen, dass er mal Elitesoldat war und seine angeblichen bergsteigerischen Erfolge, von denen er berichtet, werden mittlerweile extrem angezweifelt – da ersteres überhaupt nicht zu seinem Wesen passt und letzteres eigentlich Schlagzeilen gemacht haben müsste.

Ich befürchte ja, dass die Organisatoren eigentlich den folgenden Plan hatten: Stefan sollte sich nach seiner großspurigen Bewerbung zu Staffel 3 solo durchkämpfen und sich blamieren, Joe/Joey sollten das langweiligere Survival-Kontrastprogramm bilden und die restlichen vier sollten beim Flugzeug bleiben und sich dort gegenseitig unterstützen. Dass es unerwartet so kalt wurde, hat dann diese Idee komplett zunichte gemacht.

Wenn man nämlich wirklich Flexibilität von allen Teilnehmern erhofft hätte, hätte man Sandra nicht eingeladen. Sie ist absolut nicht fit genug für eine solche Situation (ok, damit entspricht sie wohl vielen Flugzeugpassagieren) und ist damit in dieser bergigen Landschaft nur schwer vom Flugzeug "loszueisen", ohne komplett in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt zu werden.


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