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| Autor: | harukathor | ||
| Datum: | 17.10.24 12:55 | ||
| Antwort auf: | Re:Zum Beef (Spoiler natürlich) von Rocco | ||
>Zur Folge 5: HART! Das sah schon alles sehr gefährlich mit dem Feuer aus und hätte minimum mit Verbrennungen bei Uwe ausgehen können. Stefans Reaktion machte einen dazu noch völlig perplex. Ich sehe da eine totale Hilflosigkeit, eigene Fehler zu kommunizieren. Keine Ahnung ob er in seiner Community nur von Claqueuren umgeben ist oder generell nur asynchrone Kommunikation betreibt, bei der man man nicht sofort antworten muss (Chat, Kommentare,...). > Er ist komplett in seiner eigenen Bubble, da bei Widerspruch beispielsweise nur seine Abonnenten noch kommentieren können. >Jedenfalls nutzt Joe diesen "Social Skill Flaw" Stefans gnadenlos aus und putzt ihn runter wo es nur geht. Stefan behilft sich dann damit, irgendwann später alleine Videos mit seiner "Reaction" aufzunehmen - ich glaube er kann es einfach nicht anders. > so jetzt wird's eigentlich zu lang, deshalb ein etwas unzureichendes KI-erstelltes TLDR: Joe und Stefan haben grundlegend unterschiedliche Sichtweisen auf das Projekt, da Joes Survival-Ansatz auf Stefans Bushcraft/Entertainment-Fokus trifft. Joe sieht Stefans Vorschläge als gefährlich für die Gruppe an, was sich in der scharfen Rhetorik widerspiegelt, während Stefan das Ganze mehr als Show betrachtet. Stefan fehlt es an Kommunikation und Strategie, was die Gruppendynamik erschwert. Joe hingegen kommuniziert seine Survival-Berechnungen nicht klar genug, was zusätzlich zu Spannungen führt. Die Situation eskaliert vermutlich erst einmal kurz weiter – mit einem klaren Ende. (Ende TLDR) Das Grundproblem ist, dass Joe und Stefan das Projekt aus völlig verschiedenen Blickwinkeln wahrnehmen, da hier Survival auf Bushcraft/Entertainment trifft – was ein gewaltiger Unterschied ist. Für Joe ist Stefan deshalb jemand, der mit seinen Vorschlägen und seinem Verhalten akut die Gruppe gefährdet (weshalb er so heftig gegen den schießt), was andere "echte" Survival-Experten (die wir in 7vsWild bisher nie zu Gesicht bekamen und die außerhalb ihrer in dieser Hinsicht vorhandenen Expertise durchaus häufig "verschwurbelte" Zeitgenossen sind) meist ähnlich beurteilen. Die nennen Stefan durchaus schon mal den "Felix Krull" der Survival-Szene, der sich durch Show-Aktionen trotz akuter Warnungen schon früher selbst gefährdete und wohl ziemlich sicher nie zu "Alone" eingeladen wurde, wie er gerne einmal behauptet (Aussage eines erst einmal "normal" wirkenden "Alone"-Teilnehmers, der die Strukturen hinter der Show bestens kennt). Survival-Ein-Mal-Eins Wenn man keine Höhle findet, ist das Flugzeug zumindest für die erste Nacht aus dem Survival-Blickwinkel immer die beste Option, zumal man es ohne trockenen und geeigneten Zunder vergessen kann, mit Feuerbohren ein Feuer zu entzünden. Vermutlich wäre da mehr möglich gewesen, wenn die Aussetzung nicht drei Stunden vor Einbruch der Dunkelheit mit akutem Jetlag aller Teilnehmer begonnen und es den selbst von den Organisatoren nicht vorhergesehenen unerwartet heftigen Wintereinbruch nicht gegeben hätte. Der vorgeschlagene Wald hätte aber wohl für eine noch unangenehmere erste Nacht gesorgt, da man für einen relevanten Wärmeeffekt noch deutlich höher hätte klettern müssen, es kaum geeignetes Isolationsmaterial für den Boden gab (das einzig relevante neben dem auch neben dem Flugzeug zu findenden Gras wäre wohl etwas, was im frischen Zustand sogar Wärme entzieht) und sich auch ein für sieben Personen gedachtes Shelter in der Zeit nicht wirklich errichten und erst recht nicht wasserdicht bekommen lässt. Falls Niederschlag gefallen wäre, wäre das bei den Temperaturen also eine 7vsWild-Staffel mit zwei Folgen geworden. Expertenwissen als Hindernis bei Joe Das sind alles so Berechnungen, die da in Joes Verstand vor sich gehen, die er wohl anscheinend der restlichen Gruppe ganz gut vermitteln kann, aber eben gegenüber Stefan überhaupt nicht. Dass sein Kommunikationsstil nennen wir es mal gewöhnungsbedürftig ist, hilft da wenig. Wie die meisten Experten auf ihrem Fachgebiet braucht er eigentlich einen "Übersetzer", um außerhalb seiner eigenen Bubble (und da sind Stefan und die meisten Zuschauer definitiv) gut zu kommunizieren. Der einzige, der da in der Gruppe vom reinen Grundwissen her für so etwas in Frage kommt, ist jedoch Joey – der aber lieber anpackt als redet, mit komplexerem Deutsch so seine Schwierigkeiten hat und von Stefan garantiert in die Joe-Bubble eingeordnet wird. Ich glaube, ein Fritz statt eines Joey hätte hier als Verbindungsglied sehr geholfen, zumal der aufgrund seiner Erfahrung ähnlich intensiv wie Joe gefilmt hätte. Im Unterschied zu Stefan fragt Joe aber immerhin seine Zuschauer, wie er besser auf die Situation mit Stefan hätte reagieren können – auch wenn er glaube ich wohl darauf noch keine richtig gute Antwort bekommen hat. Show-Gedanke bei Stefan Stefan war definitiv nicht im gleichen Mindset wie Joe, sondern sah das Ganze mehr als Show als als Survival – da man ja jederzeit aussteigen kann, wenn es zu ungemütlich wird und sei es nach der ersten Nacht. Der hatte sich mental auf ein ähnlich "gemütliches" Abenteuer wie in den ersten drei Staffeln vorbereitet, wo er solo seine durchaus vorhandenen Bushcrafting-Fähigkeiten zum besten geben kann. Dabei unterschätzt er aber komplett das Szenario sowohl von der Umgebung als auch von der Gruppendynamik her. Da hätte glaube ich viel vermieden werden können, wenn es direkt nach Ankunft eine kurze Strategiebesprechung mit allen Teilnehmern gegeben hätte. Aber da war Stefan ja wohl schon das erste Mal einfach weg, ohne den anderen irgend etwas davon zu sagen – weshalb er auch nie wirklich wusste, wie der gemeinsame Plan denn nun aussah. Genau damit überspringt er aber wichtige Survival-Grundsätze wie „Stop, Think, Observe“, denen erst danach "Plan & Act" folgt. Wenn ich nach den Reaktionen gehe, erfahren die meisten von den Teilnehmern nun zum ersten Mal, was Stefan in dieser Zeit und danach eigentlich getrieben hat, da fehlte also definitiv jede Menge Kommunikation. Teamleiter - eigentlich will keiner Ich glaube auch, dass viel von der Frustration von Joe gegenüber Stefan daher kommt, dass der nie eine Gruppe leiten wollte (der findet das mega-anstrengend und hatte sich auf ein Duo-Abenteuer mit Joey gefreut) und deshalb entgegen der Internetmeinung vermutlich gehofft hat, dass Stefan sich zum Gruppenleiter aufschwingt. Aus Joes Expertensicht macht Stefan aber halt nun ständig Vorschläge, die angesichts der Gruppenkonstellation (Sandra ist beispielsweise für Survival denkbar ungeeignet und kann deshalb nur mit Schwierigkeiten umziehen) und der Witterungsbedingungen wenig realistisch sind. Wenn es nachts 10 Grad wärmer gewesen wäre, wäre die ganze Situation vermutlich nie eskaliert. Ich rechne damit, dass die Joe vs. Stefan-Debatte nun recht schnell endet (ich hätte ganz ehrlich lieber völlig anderen Content), da das Feuer und wohl primär die Nicht-Entschuldigung von Stefan das ohnehin nur begrenzt vorhandene Restvertrauen begraben dürfte und Stefan dann lieber geht, als es allein zu versuchen. So leid es mir nämlich auch tut: Bisher hat er nicht wirklich gezeigt, dass er in der Umgebung solo überleben kann, da selbst seine Idee von Scouting eher semi-optimal ist. Er kann mich also nur noch positiv überraschen. Wenn er gegen den Erwartungen dennoch in der Gruppe bleiben sollte (was ich angesichts von deren Unkenntnis über Stefans sonstige Aktionen kaum erwarte), würden Joe und Joey vermutlich die Gruppe verlassen, was der Rest der Teilnehmer kaum akzeptieren würde. Extreme Lebensgefahr Das Feuer muss zudem wohl insgesamt so groß gewesen sein, dass Joe laut eigener Aussage sogar erst einmal damit rechnete, dass Teilnehmer im Flugzeug gestorben sind und deshalb zumindest bei der Reaktion auf diese Szene immer noch stark traumatisiert wirkte. Vor allem Hugo wäre wohl nie rechtzeitig aus dem Flugzeug gekommen, wenn nicht rechtzeitig gelöscht worden wäre. Es ist also durchaus verständlich, dass Joey Stefan nicht auf seiner Party haben wollte (die allein durch das vorzeitige Zeigen der ersten Folge einen etwas offizielleren Charakter bekam), worüber sich Stefan dann wieder in seinem Stream aufregte. Die beste Reaktion von allen anderen Beteiligten darauf wäre vermutlich gewesen, das Ganze einfach nicht zu kommentieren, da sie ja auch nicht spoilern durften. |
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