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| Autor: | Jassi | ||
| Datum: | 08.06.24 17:16 | ||
| Antwort auf: | Liebe und Anarchie [Netflix, Serie, Schweden] von mat | ||
Bin durch eine YT-Kommentar des Kanals "LiteraturNews" auf die Serie aufmerksam geworden. Der Kommentator lobte die Serie dafür wie sie es schafft ohne großes (sprich: amerikanisches) Tamtam Aspekte des "Kulturkampfes" im Sinne eines Sozialkommentars darzustellen. Würde ich hier jetzt davon nicht schreiben, würde es kaum einer merken, da das Ganze in sehr natürlicher Weise in die Serie verwoben wurde. Da sich das Ränkespiel der beiden Protagisten zum Glück in der zweiten Staffel verflüchtigt und letztere sich auf das Psychogramm einer durch das Leben Torkelnden, weil außer Stande zu trauern, fokussiert, gewann die Serie für mich nochmals an Tiefe. Lob gibt es auch für die Kamerarbeit, die mehr bietet als nur unser bloßes Auge für die Serie zu sein. Beispiel Folge S01E06 (ab 6:20 min): Während Sofie Max erklärt, dass zwischen den beiden nichts laufen wird, zeigt schon der Perspektivwechsel der bei diesem Dialog stattfindet, dass dem nicht so ist, wenn man nur den jeweiligen Kamerawinkel betrachtet, der über die Schulter des einen das Antlitz des anderen erfasst. Hier gilt - pardon my french - "je steiler desto geiler" Wie ich oben schon anmerkte waren mir alle Handlungstränge abseits des Paares ein Wonne, wobei die des Literaturbetriebes für mich herrausragten. Mit Friedrich Jägerstedt konnte ich sowas von mitfühlen! :D Ach ja, Ida Engvoll ist sehr attraktiv. Das sind mal zwei Äuglein, hujujuj, da verzeihe ich ihr auch, dass sie einen bestimmten Blick zu oft anwendet. |
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