Ich wollte heute eigentlich einen kleinen Film-Marathon machen und habe mit dem angefangen. Das war ein schwerer Fehler. Danach war ich nicht mehr im Stande mich auf irgendwas anderes einzulassen. Stattdessen viele Szenen nochmal angeschaut und das Ende mehrere male, welches mich komplett wehmütig zurücklässt, wie es noch kein anderer Film auch nur ansatzweise geschafft hat.
Was der Film ausdrücken möchte, fand ich hier schön beschrieben:
"Wer eine niederschmetternde, melodramatische Dreiecksbeziehung erwartet, ist bei “Past Lives” an der falschen Adresse. Denn die Frage, für welchen der beiden Männer sich Nora nun entscheidet, stellt sich im Verlauf der 106 Minuten Spielzeit gar nicht. Vielmehr befasst sich Song in ihrem Film auf stille und eindringliche Weise mit etwas emotional viel Komplexerem: Wie schwer es fällt, sich von den Teilen seines Lebens zu verabschieden, die man loslassen muss, um der Mensch zu werden, der man sein will. Die Begegnung mit Hae-sung konfrontiert Nora letzten Endes nicht nur mit einer Liebe, die sich aufgrund ihres Umzugs nie ganz entfalten konnte, sondern allgemein mit den Wegen, die sie in ihrem Leben nicht beschritten hat. Kurz gesagt: Sie offenbart das Potenzial einer völlig anderen Existenz"