>Gesehen auf Paramount+
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>Puh, da musste ich mich wirklich durchquälen, nicht weil der Film schlecht ist, sondern weil die Atmosphäre wirklich richtig angespannt ist, und das schon nach wenigen Minuten an.
>Habe aber nicht jede Verhaltensweise verstanden, und gerade gegen Ende wird's ein wenig Blöd. Warum niemand informiert wird, als die Abhauen, warum die ins nichts verschwinden, warum die beiden alleine gelassen werden, keine Gegenwehr da ist, als es um die Tochter geht, da war's mit der Glaubwürdigkeit geschehen.
>Hätte der letzte Block das Niveau gehalten, hätte ich hier ein absolutes Highlight, so ist er nur gut. Aber vielleicht sollte die Handlungsunfähig auch als Metapher dienen, was auch das Ende erklären würde , doch das war mir dann zu den ersten 70 Minuten nicht kohärent genug.
>Wenn es wirklich um die entmännlichte, Wohlbehütete und zur Konfrontation unfähige Generation handeln, dann ist es mir zu sehr Holzhammer, auch das man so behütet ist, das man das Böse, selbst wenn es ein gierig anstarrt, nicht erkennen kann oder will.
Habe den ähnlich gesehen wie du. Den apathischen, devoten dänischen Vater will man einfach nur anbrüllen. Selbst bei massiver körperlicher Unterlegenheit, treibt einem doch schon das Adrenalin hier zu ungeahnten Kräften.
Der Schluss-Satz vom geisteskranken Holländer, hat das aber wohl nochmal in your face für alle Zuschauer unterstrichen: "Weil du mich lässt"
Dennoch ganz beklemmender Film, weil ich mir solche menschliche Abgründe durchaus vorstellen kann.
Ich habe keine Kinder, aber war mal selbst eines. Das Risiko von meinen Eltern in so einer Situation entrissen werden zu können, habe ich -aus der Retroperspektive betrachtet- zum großen Glück längst hinter mir.