Thema:
Re:Hätte den halt wirklich gerne in interessant gehabt flat
Autor: Pezking
Datum:24.07.23 10:09
Antwort auf:Re:Hätte den halt wirklich gerne in interessant gehabt von shertok

>nolan hat versucht einen film zu drehen, in dem es um mehr ging als nur die bombe. dazu gibt es gnug dokus. er will eine geschichte erzählen, die auch was aussagt. und die hat er gefunden im roman, auf dem der film basiert. es geht dabei wie du schon sagst um oppenheimer, nicht nur um die bombe, und der kontext seiens lebens ist, dass er aus der sicht seiner nation als held angesehen werden muss, aber dann doch verteufelt und ruiniert wurde. dadurch wird springt die geschichte von einer dokumentation, zu einer geschichte, die auf mehrereb eben was zu sagen hat.
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>ich finde die anhörungen und zeitsprünge haben dem film auch einen cleveren rahmen gegeben.


Yep, absolut. Der Film dreht sich um Oppenheimer als Mensch, und außer Lewis Strauss und Truman wird über die 180 Minuten niemand als klarer Antagonist, Bösewicht oder Arschloch gezeichnet. Und Oppenheimer wird als Mensch dargestellt, der zwar ein Gewissen hat und das Gute tun will, gleichzeitig jedoch überhaupt nicht bereit ist für irgendwas Verantwortung zu übernehmen. Von seinen Frauengeschichten über seinen Nachwuchs bis eben zur Atombombe.

Diese Tragik, dieses menschliche Versagen wurde IMO drei Stunden lang von Nolan herausragend fesselnd und überzeugend herausgearbeitet.


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