| Thema: |
|
||
| Autor: | tHE rEAL bRONCO 2ND | ||
| Datum: | 10.08.22 14:42 | ||
| Antwort auf: | Re:True von Derrick | ||
>>Hmm... da ist sicher was dran, wobei ich das trotzdem nicht ganz unterschreiben würde. Klar, die Action-Klassiker der 80er und 90er haben mich beeinflusst und die Nostalgiebrille lässt sich nicht ganz ausblenden. Dennoch kann man - um beim Predator zu bleiben - dessen filmische Qualitäten nicht genug betonen. Bei diesem und anderen Filmen bleibt auch ohne Brille viel Filmkunst übrig, die die Zeiten überdauert. > >Und ich bin der Meinung dass kann man als jemand der von der Nostalgie bei dem Film betroffen ist, einfach nicht beurteilen kann weil das zu sehr in einem drin steckt. Deine Meinung ist ja absolut legitim. Ich denke dennoch, dass man auch abseits persönlicher Präferenzen oder ins Hirn eingebrannter Filme aus der Jugend feststellen kann, ob diese Filme etwas gut oder schlecht machen. Diese kritische Distanz kann man sicherlich einnehmen, wobei ich dir schon auch recht gebe: Die Nostalgie kann man nicht ganz ausblenden. >>Ich habe als Jugendlicher nicht alle Filme dieser Zeit gesehen, aber auch bei der Erstsichtung Jahrzehnte später gibt es Filme, die einfach sehr, sehr gut sind. Und das lässt sich auf alle Epochen übertragen: Vor wenigen Jahren habe ich das erste mal Hitchcocks The 39 Steps (1935) gesehen. > >Mag sein dass das bei dem Film klappt. Mag aber auch sein dass wenn du den ersten Predator nicht gesehen hättest und Prey dein erster gewesen wäre, das so nicht sein würde. Man kann den Nostalgiebonus nicht einfach abziehen weil der einfach drin ist und sich nicht einfach so quantitativ berechnen lässt. Aber ist halt auch sehr viel "hätte, hätte, Fahrradkette"-Diskussion worauf wir nie eine Antwort kriegen werden. Eine Antwort darauf werden wir hier nicht finden, das stimmt :-) Der Nostalgiebonus lässt sich weder berechnen noch abziehen, das stimmt. Aber man kann den Film qualitativ sezieren und schauen, was gut gemacht ist und was weniger. Ich habe das zum Beispiel beim Film Predator 2 (den mit Danny Glover) erlebt. Den hatte ich damals einmal gesehen, fast alles vergessen und ihn als nicht so guten Nachfolger abgespeichert. Dann hatte ich den Reboot gesehen, diesen als furchtbaren Müll empfunden und hier im Maniac darüber diskutiert und nebenbei Predator 2 erwähnt. Nach der Diskussion hatte ich Lust, mir diesen Film mal genauer anzuschauen. Und was soll ich sagen? Predator 2 war wie ein neuer Film für mich und ich fand ihn letzten Endes ganz okay. Nicht wirklich stark oder sonderlich erinnerungswürdig aber mir haben ein paar handwerkliche Aspekte gut gefallen und die Atmo des Films. Auch die eklatanten Unterschiede was Drehbuch, Regie etc. angeht, sind mir im Vergleich zu den weiteren Predator-Teilen sofort ins Auge gesprungen (Alien vs Predator, Reboot etc.). |
|||
| < antworten > | |||