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| Autor: | KikjaR | ||
| Datum: | 28.07.22 11:56 | ||
| Antwort auf: | Filme / Serien aus Ostasien - China, HK, Japan, Korea von chifan | ||
Die Sasayas(Vater/Shuji, Tochter/Akiko und Sohn/Yuta) müssen aus ihrem luxuriös großen Haus aufgrund der Schulden des Vaters ausziehen. Das Verhältnis der Familienmitglieder ist seit dem Tod der Großeltern und der Scheidung der Mutter ziemlich angeknackst. Akiko beschließt fürs Haus sowas wie eine Abschiedsparty zu geben und setzt dafür einen Tweet ab, woraufhin sich immer mehr Gäste, sowohl Bekannte als auch Fremde, einfinden, um ausgiebigst zu feiern. Stück für Stück wird das leere Haus und Garten ein letztes Mal mit Leben und Drama gefüllt, ehe es am nächsten Morgen heißt, Abschied zu nehmen. Klingt von der Ausgangslage eigentlich interessant, wird vom Film aber leider nicht so konsequent und griffig angegangen, wie es eigentlich sein könnte. So die erste Dreiviertelstunde ist dem Charakteraufbau und den Beziehungen gewidmet, ohne aber wirklich Sympathien für die Figuren zu entwickeln. Danach liegt der Fokus auf der Party, die natürlich immer mehr ausser Kontrolle gerät und japantypisch ins Groteske und Skurile abdriftet. Da schnappt der eine Umzugstyp dem Anderen das Mädel vor der Nase weg, um sie anschließend zu schwängern, damit sie im nächsten Szenengang, die zuvor vom Kaffeebohnen-Tentakelmonster gefressenen Café-Mitarbeiter, wiedergebärt, die ein erleichtertes "Tadaima" rauspressen. Zwischendurch gibt's eine minder gute Massentanzeinlage und Kinder verschwinden in der Badewanne oder werden zu Ästen transformiert. Dabei haben die zwei hinzukommenden Kifferdudes noch nicht einmal ihr Pott ausgepackt. Das wird nämlich erst später bei der in die Party eingeschobenen Beerdigung als Weihrauchersatz abgebrannt, sodass die Hälfte der Gäste gut dicht ist als es dann doch noch zur Heirat der zwei Schwulen kommt, die aber dank eines eifersüchtigen Ex-Freundes blutig vonstatten geht. Und so geht's weiter... Der Trashfaktor ist aufgrund des wohl geringen Filmbudgets und der teilweise amateurhaften Schauspielleistungen ziemlich hoch. Auch sitzen die Gags und Szenenschnitte viel zu oft nicht. Das ist dann ziemlich wirr und zielt nur noch aufs Exentrische ab. Mit ein wenig mehr Unterbau und Blick auf die familiäre Situation der Sasayas würde sich das mehr als nur eine Kuriositätenabfahrt anfühlen. Das hier ist qualitätsmäßig also noch ein Stück weit entfernt von so ähnlich thematischen Filmperlen wie "The Happiness of the Katakuris" oder "The Crazy Family". Aber irgendwie hat der Film in einigen Szenen doch Spaß gemacht und war unterhaltsam anzusehen. Originell ist er allemal. 2,5/5 [https://www.youtube.com/watch?v=Dcr8JHkMdHk] [https://no-ten.com/images/top2_bg.jpg] 26•[111] |
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