Thema:
The Chef of South Polar 南極料理人(Japan 2009) [JFF] flat
Autor: KikjaR
Datum:21.02.22 14:32
Antwort auf:Filme / Serien aus Ostasien - China, HK, Japan, Korea von chifan

[https://jff.jpf.go.jp/watch/jffonline2022/film-lineup/118690-2/]

Handlungsort dieses Films ist die japanische Polarstation in der Antarktis, auch Dome Fuji genannt.
Hier forschen und arbeiten acht Männer ein Jahr lang unter extremsten Bedingungen.
Der Koch Nishimura ist einer von ihnen und versucht durch sein Essen die Moral der Crew hochzuhalten. Doch manchmal nimmt der Lagerkoller auchmal Überhand und die Monotonie und Einsamkeit am kältesten und lebensfeindlichen Ort der Welt, lässt den Einen oder Anderen kurzzeitig durchdrehen, aber eher auf eine skurile japanische Art.
Doch auf den Zusammenhalt der Crew und das gute Essen von Nishimura ist Verlaß, sodass auch diese Situationen vergehen und irgendwann der Tag Abreise für diese anfängliche Zweckgemeinschaft anbricht.

Der Film zeigt episodisch den Alltag dieser Männer bei ihrem Leben und Arbeiten in und an der Polarstation. Es fängt dramatisch an, wandert dann aber schnell zu gemächlich und ändert sich die nächsten zwei Stunden bis zum Ende kaum. Ab und zu werden Rückblenden von Nishimura eingestreut, die ein wenig seinen beruflichen und familiären Hintergrund beleuchten und dem Charakter so mehr Tiefe verleihen. Er ist ja eh so ein wenig der Dreh- und Angelpunkt des Films, denn mit seinen Kochkünsten fällt und steht das Wohl der Gemeinschaft. Aber auch die anderen Mitglieder bekommen Zeit für ihre Geschichten und kleinen oder größeren Probleme, aber immer auf eine lakonisch humorige Art und Weise
Man muss diesem speziellen Humor und seine Inszenierung schon was abgewinnen können, aber wenn‘s dann zündet, fand ich das immer saukomisch. In einer Rückblende zbsp. sitzt Nishimura mit seiner Frau und Tochter am Küchentisch, während die zwei auf einem Globus den neuen Arbeitsort von Nishimura suchen und anschließend nicht mehr aus dem Lachen herauskommen, an welch einem trostlosen Ort es den Papa verschlägt.
Da steckt in der Szene dann soviel tragischkomisches drin, dass man einfach mitlachen muss. Und von solchen Momenten gibt‘s Einige. Und dass ist es auch, was den Film so besonders macht.
Eine herrlich skurile Alltagsgeschichte vom südlichen Ende der Welt, die langsam vorsich hinköchelt, aber mir gut geschmeckt hat. Vom Regisseur von „The Story of Yonosuke“, „The Woodsman and the Rain“, „Hibana“, etc..
3,5/5

[https://youtu.be/eT_N2UKqkGI]
[https://asianwiki.com/images/3/30/Antarctic_chef.jpg]


< antworten >