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| Autor: | waldmeister | ||
| Datum: | 30.01.22 16:37 | ||
| Antwort auf: | Re:Regte zu Diskussion an von LustigesWiesel | ||
>Die Oma und ihr Mann hatten ja alles für ihren Hof geopfert und haben den dann ja auch letztlich über ihre Freiheit gestellt was anderes zu machen. >Der Hof liegt ja immer noch wie ein Schatten über den Enkelkinder die damit nicht Freiheit sondern Schülern übernehmen. >Und solche Sachen beobachtet man ja auch in ähnlichen (wenn auch kleineren Maststäben) bei Freunden und Familie. Da gibt's viele, gerade jüngere die wir kennen, die eigentlich keinen Plan haben wir sie jemals alles abbezahlen sollen, und es eigentlich ein Generationsprojekt ist. Genauso haben wir Leute die seit vier Jahren am Haus rumwerkeln, und anstatt das Aufwachsen ihrer vier Kinder zu sehen hängt der Vater auf der Baustelle und die Frau in einer 1 Zimmer Wohnung mit den Kindern Rum. Also hier nennst du ein paar Extrembeispiele, die ich zwar auch kenne - aber imho nicht die Regel sind und die Fehler massiv woanders liegen. Ich möchte auch gar nicht eure Entscheidung in Frage stellen - aber ich sehe in der Regel auch keinen Zusammenhang zwischen Zeit für Kinder und Eigentum. Ich bin meinen Eltern sehr dankbar in Häusern mit Garten aufgewachsen zu sein. Und ich hatte nicht das Gefühl, dass ich vernachlässigt werde. Und zum Thema abbezahlen - das ist imho auch nicht zwingend das Ziel. Selbst wenn du nur die Hälfte abbezahlst, hast du einen enormen Wert geschaffen (incl. Wertsteigerung). Mal ein positives Gegenbeispiel: unsere Nachbarn haben vor 15 Jahren ihr Haus gebaut. Kosten incl. Grundstück - 250.000 Euro. Letztes Jahr verkauft, für 650.000. Selbst wenn sie gar nichts abbezahlt hätten (es waren etwa 50.000 übrig - Frau hat halbtags gearbeitet), wären sie rund 400.000 im plus. Und ich kann mich nicht erinnern, dass sie sich im Haus kaputt gearbeitet hätten. Im Gegenteil - sie waren jedes Wochenende im Garten und haben gespielt. >Auch ich kannte als Kind immer nur Baustelle, wir hatten ein 100 Jahre altes Stadthaus mit Ställen, das irgendwie immer die Aufmerksamkeit erforderte. Bei meiner Frau die vom Land kommt ähnlich. > >Wir hatten für uns schnell festgestellt das ein Haus nur in Frage kommt wenn wir weder unsere Familienzeiten dafür Opfern noch unsere Freizeit einschränken müssen (wir beide wollen nicht.mehr auf 100% zurück) weil uns die freie Zeit unbezahlbar ist , noch wir unsere Freiheit aufgeben morgen vielleicht schon woanders zu wohnen, oder ein Sabbatical zu machen. > >Diese Doku zeigte uns nur Mal mehr das sowas einfach nicht unserer Traum ist, und wir beide nicht den Wunsch haben für ein Haus auch nur kleinere Opfer zu bringen. |
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