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| Autor: | tHE rEAL bRONCO 2ND | ||
| Datum: | 21.12.16 14:57 | ||
| Antwort auf: | Rogue One - Star Wars Spin Off kommt bereits 2016 von jabbathehutt | ||
Ich mochte den letztjährigen Film, da fühlte ich mich gut unterhalten und hatte Freude an einem Film aus dem Blockbuster-Segment. Er war nicht perfekt aber durch und durch sehenswert! Und heuer dann also Rogue One... Ich bin immer noch (hab ihn gestern in der OV gesehen) überrascht, wie unterschiedlich mir Teile des Filmes gefallen bzw. nicht gefallen haben. Nachdem Edwards ja auch Godzilla gemacht hat, nenne ich ich diese Wahrnehmung ab jetzt den Edwards-Effekt: Eine Hälfte super, die andere schlecht. Nur war es bei Godzilla umgekehrt: Da hat mir die erste Stunde gut gefallen... ... und in der ersten Stunde von Rogue One habe ich mich so dermaßen gelangweilt, das habe ich noch nicht erlebt. Ausgehend davon ist Rogue One sicherlich der schlechteste aller Star Wars Filme für mich, denn bei der mittleren Trilogy konnte ich mich (teilweise) wenigstens aufgrund der Schlechtigkeit amüsieren. Das hat hier völlig gefehlt. Ich bemängle nicht einmal die mangelhafte Charakterzeichnung. Das muss ja nicht unbedingt gelungen sein, es ist halt ein moderner Blockbuster. Da muss man seine Erwartungshaltung einfach anpassen. Edwards hat ein Problem, das in der ersten Stunde völlig klar wird: Er kann keine durchgehend gute Geschichte präsentieren, Schwächen im Drehbuch hin oder her. Der Aufbau der Story, die heftigen (weil häufigen) Wechsel der Handlungsorte und solche Dinge funktionieren einfach nicht. Es ergibt sich für mich als Zuseher kein Gefühl für die Welt, die Charaktere oder die Atmosphäre. Es wirkte wie Stückwerk. Ich wusste vor dem Film nur, dass es angeblich mehr als die üblichen Reshoots gab - ich weiß immer noch nicht, inwiefern die erste Stunde davon betroffen ist, doch musste beim Final Cut einiges daneben gegangen sein. Und ich bin nicht allein: Alle meine Begleiter, drei an der Zahl, fanden die erste Stunde scheiße. Einer ist sogar für ein paar Minuten eingeschlafen... Und dann die zweite Stunde: Da konnte Edwards seine Stärke ausspielen, nämlich die visuellen Schauwerte. Da hat mir Rogue One auch richtig Spaß gemacht. Die Dramatik kam hervor, das Gefühl für die Charaktere und das generelle Feeling für diesen Film. Einfach eine gewisse Emotionalität, die ich als Zuseher brauche um mitgerissen zu werden. Also das fand ich schon richtig, richtig gut gemacht. Insgesamt habe ich mir leider nur den Namen der Hauptdarstellerin gemerkt, ich kann mich echt an sonst nix erinnern. Das liegt wohl an den komischen Namen, aber die Schauspieler selbst fand ich insgesamt überzeugend: Mads Mikkelsen, Forest Whita(c)ker, der Pilot (der Hauptdarsteller der HBO-Serie The Night Of) und Felicity Jones haben sich nach dem konfusen Beginn bewährt. Nur der männliche Lead war extrem schwach, imo eine deutliche Fehlbesetzung. Und dann das Ende: |
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